Anleger von Volkssolidarität-Immobilienfonds gründen Verein

Rostock (ddp.djn). Geschädigte Anleger von Immobilienfonds der Volkssolidarität haben sich in Rostock zu einem Verein zusammengeschlossen. Ziel ist, mit gebündelter Kraft die Interessen von mehr als 1600 Betroffenen zu vertreten, zu denen in erster Linie Senioren gehören, wie ein Sprecher der Neuen Verbraucherzentrale am Freitag in Rostock sagte.

Der «Interessenverband der Geschädigten von Volkssolidarität Geldanlagen – IVG» sei am Donnerstagabend von rund 30 Anlegern gegründet worden. Mitglieder können ab Mitte Mai beitreten. Gemeinsam sollen Maßnahmen beraten werden, um eine Entschädigung beziehungsweise Wiedergutmachung durch die Volkssolidarität zu bewirken, kündigten die Verbraucherschützer an. Dazu zählten Musterverfahren, öffentliche Aktionen und Proteste, aber auch die Aufklärung über die Hintergründe der Fondspleiten.

Im vergangenen Jahr hatten die Volkssolidarität-Sozial-Immobilienfonds GmbH & CO. KG sowie die Volkssolidarität-Sozial-Immobiliengesellschaft mbH Insolvenz angemeldet, in die Anleger insgesamt sieben Millionen Euro investiert hatten. Zu den Gesellschaftern der beiden Fondsgesellschaften gehörten die Kreisverbände der Volkssolidarität in Mecklenburg-Mitte und Rostock-Land/Bad Doberan. Den meist älteren Anlegern war neben guten Renditen eine bevorzugte Behandlung etwa in Altersheimen der Volkssolidarität versprochen worden.

Laut Insolvenzverwalter gibt es kaum Hoffnung auf Auszahlung des investierten Geldes. Die Volkssolidarität hatte ihr Bedauern ausgedrückt, aber eine Wiedergutmachung abgelehnt.

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