Baurecht: Behörden sind erfindungsreich bei der Suche nach Schwarzbauten

Berlin (dapd). Schwarzbauten können teuer werden, auch wenn es sich nur um kleinere Um- und Anbauten handelt. Wer die Garage, den Wintergärten oder das Vordach ohne behördliche Genehmigung errichtet, kann sich viel Ärger einhandeln. Darauf macht die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein aufmerksam. Denn Schwarzbauten sind illegal.

Die Behörden gehen konsequent dagegen vor. Dabei helfen ihnen die eigenen Kontrolleure, aber auch Dienste wie Google Maps und Google Street View. Neueste Methode zum Aufspüren von Schwarzbauten sind Luftbildaufnahmen. Bauverwaltungen lassen das Land im Herbst und Winter überfliegen, wenn die Bäume kahl sind. Die digitalisierten Luftbilder erlauben den schnellen Abgleich mit den vorliegenden, ebenfalls digitalisierten Baugenehmigungen.

Entdeckt die Behörde einen Schwarzbau, bekommt der Eigentümer das Luftbild zugeschickt mit der Aufforderung, den Schwarzbau nachgenehmigen zu lassen oder abzureißen. Die ARGE Baurecht rät deshalb allen Bauherren, sich besser vorher zu erkundigen, welche An- und Umbauten genehmigt werden müssen und die behördliche Zustimmung einzuholen.

dapd.djn/kaf/mwo