Bestellerprinzip als Chance: 4 Tipps wie Immobilienmakler Vermieter zu zahlenden Kunden machen

Immobilienmakler

Die künftig in Kraft tretende Neuregelung des Mietrechts, das sogenannte Mietrechtsnovellierungsgesetz stärkt das Bestellerprinzip und hebt somit die bisherigen Strukturen bei der Vermittlung von Mietwohnungen aus den Angeln. Bild: Mashup Communications

Schon gewusst? Über 60 Prozent aller Vermieter erachten die Dienstleistung von Maklern als unverzichtbar

Seitdem das Bundeskabinett im Oktober 2014 seinen Entwurf zum Mietrechtsnovellierungsgesetz erarbeitet hat, herrscht Nervosität unter Immobilienmaklern. Die künftig in Kraft tretende Neuregelung stärkt nämlich das Bestellerprinzip und hebt somit die bisherigen Strukturen bei der Vermittlung von Mietwohnungen -gelinde gesagt- aus den Fugen.

Da nun die Vermieter die Vermittlung bezahlen sollen, und nicht mehr die Mieter, bangt ein Großteil der über 35.000 Immobilienmakler um ihr Geschäft. Die Befürchtung, dass Hauseigentümer die neuen Kosten umgehen und sich selbst um die Vermietung ihrer Wohnungen kümmern werden, ist groß. Dass diese Ängste zum Teil unbegründet sind, zeigt eine aktuelle Umfrage von ImmobilienScout24 und der Immobilien Zeitung unter 490 gewerblichen Vermietern. Das Ergebnis: Über 60 Prozent schätzen den Service von Maklern als unverzichtbar ein. 55 Prozent würden sich, allein schon aufgrund der Kenntnisse auf dem lokalen Vermietungsmarkt, für einen Makler entscheiden – trotz Bestellerprinzip.

Da es jedoch nun ums eigene Geld geht, werden Vermieter sich aber noch mehr damit auseinandersetzen, bei welchem Makler sie den besten Service bekommen. Remo Fyda, Geschäftsführer von ProvenExpert und Experte für Kundenzufriedenheit und Bewertungen von Dienstleistern, gibt vier Tipps, wie sich Makler mit ihrem Service und ihrem Image vom Wettbewerb abheben und Maklerkunden wissen, dass sie beim richtigen Maklern angekommen sind.

Der Kunde als Fürsprecher: Mit Referenzen punkten

Vermieter als zahlende Auftraggeber haben eine entscheidende Gemeinsamkeit mit Kunden anderer Dienstleister: Das wichtigste Kriterium für die Beauftragung sind die Meinungen früherer Kunden. 70 Prozent aller Neukunden legen sich bei einer Auftragsvergabe auf Basis von Empfehlungen und Online-Bewertungen fest. Immobilienmakler sollten daher ihre zufriedenen Kunden, d.h. Vermieter, aber auch glücklich vermittelte Mieter als Referenzen nutzen. Für letztere sind sie schließlich das erste Aushängeschild des Vermieters und daher auch wichtig für dessen Reputation. Dabei muss und kann man sich nicht auf Mundpropaganda verlassen. Vielmehr sollte man aktiv die Meinungen seiner Kunden einholen und veröffentlichen. Maklerkunden können wiederum diese Kundenrefernenzen prüfen und für sich bewerten.

Was Qualität ausmacht: Harte Fakten und Soft Skills

Was macht eigentlich einen guten Immobilienmakler aus? Mietpreisfindung, zielgruppengetreue Bewerbung der Wohnungen, Management der Interessenten und Besichtigungen, Auswahl solventer Mieter, lückenlose Wohnungsübergabe, einwandfreie Mietverträge – diese Leistungen gehören zum Kerngeschäft jedes Maklers und sollten reibungslos abgewickelt werden. Doch daneben gibt es noch viele „weiche“ Erfolgsfaktoren. Die besten Vorschläge sind kaum etwas wert, wenn die Art und Weise der Kommunikation nicht stimmt. Kümmert sich immer jemand umgehend um Rückfragen und ist auch nach Abschluss der Leistungen weiterhin ansprechbar? Sind das Auftreten und die Kommunikation professionell? Punktet der Makler mit Eigeninitiative oder sogar zusätzlichen Leistungen? Bis zu 60 verschiedene Kriterien sind für das Gesamtimage eines Immobilienmaklers verantwortlich. Eine komplette Übersicht hat die Firma ProvenExpert unter https://www.provenexpert.com/de/kundenumfrage-immobilienvermittlung/ aufgelistet.

Der Webauftritt als digitale Visitenkarte

Um potenzielle Kunden im Internet auf sich aufmerksam zu machen, ist ein professioneller und aussagekräftiger Webauftritt unverzichtbar. Jeder Zweite informiert sich heutzutage als Erstes im Netz. Wichtig ist es, dafür zu sorgen, dass der Kunde eine modern gestaltete und übersichtliche Webseite vorfindet, die sich von der Masse abhebt. Referenzen, umfassende FAQ’s und leicht auffindbare Kontaktdaten bestärken das Vertrauen des Besuchers und halten ihn länger auf der Seite. Immer mehr Verbraucher stöbern auf der Couch mit ihrem Tablet nach passenden Angeboten. Daher sollte ein professioneller Webauftritt heutzutage auch kompatibel mit Tablets und Smartphones sein. Ob auf Immobilienportalen oder der eigenen Webseite: Die Wohnungsangebote sollten ansprechend, umfangreich und mit hochwertigen Bildern richtig in Szene gesetzt werden. Das überzeugt auch zukünftige Auftraggeber.

Gefunden werden als Nadel im Heuhaufen

Die Konkurrenz zu anderen Immobilienmaklern ist auch im Internet groß. Wer die Aufmerksamkeit von Vermietern und Mietern gewinnen möchte, sollte sich eine gute Online-Marketing-Strategie zurechtlegen. Gibt es eine Spezialisierung, mithilfe dessen sich ein Blog mit eigenen Inhalten und Social-Media-Kanälen aufbauen ließe? Lassen sich lokale Suchanfragen zum Beispiel durch Google AdWords auf die eigene Webseite lenken? Neben der inhaltlichen Bedeutung für potenzielle Neukunden sind auch Online-Bewertungen, zum Beispiel für die Sichtbarkeit in Suchmaschinen, ein sehr wichtiger Faktor. Ebenso sollten Branchenverzeichnisse stets aktuell gehalten werden.

Weitere Informationen zum Bestellerprinzip und der Neuregelung der Maklerprovision

Remo Fyda, ProvenExpert

Remo Fyda, ProvenExpert

„Die größte Chance für die gesamte Branche liegt mit dem neuen Gesetz darin, dass sich nun die Spreu vom Weizen trennt“, so Remo Fyda. „Zu niedrig sind die Hürden für eine Zulassung, zu schlecht der Service einiger schwarzer Schafe – vor allem in Ballungszentren. Da Vermieter nun genauer hinschauen werden, wen sie aus ihrer eigenen Tasche mit der Vermittlung ihrer Wohnungen beauftragen und bezahlen, stehen Qualität, Reputation und  Eigenmarketing mehr denn je im Vordergrund.“
Der 37-jährige Marketing-Experte Remo Fyda betreut seit fast 15 Jahren Konzerne bei der Umsetzung ihrer Online-Strategie und deckt dabei alle Facetten der digitalen Kommunikation ab. Seit 2013 ist er Geschäftsführer von ProvenExpert, der Online-Plattform für Kundenbewertungen für Experten.