Defekte Haushaltsgeräte sind brandgefährlich

Defekte Haushaltsgeräte sind brandgefährlich

Wiesbaden (ddp.djn). Defekte Haushaltsgeräte sind häufig Ursache für Wohnungsbrände. Scheinbare Kleinigkeiten wie ein Riss im Elektrokabel, ein altes Bügeleisen, eine poröse Kühlschrankdichtung werden oft unterschätzt. «Dabei können Verbraucher gerade bei technischen Geräten gut vorbeugen und so Gefahren eindämmen», sagt Torge Brüning, Sicherheitsexperte für Brandschutz beim Infocenter der R+V Versicherung.

Er rät, Haushaltsgeräte, Mehrfachstecker und Kabel regelmäßig auf Funktionsfähigkeit und eventuelle Beschädigungen zu überprüfen. Ernstzunehmende Anzeichen auf technische Defekte sind beispielsweise Schmelzspuren und herausspringende Sicherungen.

Verbraucher sollten ihre Elektrogeräte immer ganz ausschalten oder den Stecker ziehen. Denn auch im Standby-Betrieb besteht die Gefahr eines technischen Defektes und damit eines Brandes. Wichtig ist, die Dichtungen von Kühl- und Gefrierschränken zu prüfen. Wenn sie porös sind, kann der Kühlkompressor nicht mehr abschalten und dadurch überhitzen.

Vorsicht ist beim Umgang mit Stromkabeln angebracht. Sie dürfen beispielsweise nicht unter einer Tür durchgeführt werden, sonst werden sie schnell beschädigt. Defekte Elektroinstallationen und -geräte sollten auf keinen Fall selbst repariert, sondern von einem Fachmann instand gesetzt werden. Der Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) schützt vor Bränden, muss aber regelmäßig getestet werden, damit er im Notfall funktioniert.

Am besten ist es, in allen Zimmern und im Flur Rauchmelder zu installieren. Diese sollten regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden, möglichst zweimal im Jahr.

(ddp)