Energieverbrauch der Deutschen sinkt im ersten Halbjahr kräftig

Köln (ddp.djn). Der Energieverbrauch in Deutschland ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres stark rückläufig gewesen. Der Konsum sei im Vorjahresvergleich um rund 6,0 Prozent auf knapp 223 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten gefallen, teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) am Dienstag in Köln mit. Den Experten zufolge spiegele der kräftige Rückgang des Verbrauchs kurzfristig die Konjunkturentwicklung wider. Von der Entwicklung seien – abgesehen von der durch Sonderfaktoren geprägten Entwicklung beim Mineralöl – alle Energieträger betroffen.

Wie die Arbeitsgemeinschaft weiter mitteilte, stieg der Verbrauch von Mineralöl von Januar bis Juni um rund ein Prozent. Dieser Zuwachs resultiere insbesondere aus der deutlich gestiegenen Heizölnachfrage. Die Stromerzeugung aus Windkraftwerken sei hingegen witterungsbedingt um 17 Prozent gesunken. Die Wasserkraft habe ihren Beitrag um rund 9 Prozent verringert. Den Angaben zufolge nahm auch der Erdgasverbrauch um etwa 11,0 Prozent ab. Laut AGEB hatten sowohl die Eisen- und Stahlindustrie, als auch die Kraftwerke ihren Steinkohlebedarf reduziert: Dieser sei um rund 22 Prozent zurückgegangen. Der Braunkohleverbrauch habe hingegen mit einem leichten Minus von etwa 0,7 Prozent fast auf Vorjahresniveau gelegen.

ddp.djn/kbe/rab