Energiewende: Vattenfall-Europachef erwartet Verzögerungen bei Energiewende

München (dapd). Die Energiewende in Deutschland könnte sich nach Ansicht des Vattenfall-Europa-Chefs Tuomo Hatakka verzögern und Strom um fast ein Drittel verteuern. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Gestaltung der Energiewende länger dauert als geplant“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Schuld seien Verzögerungen bei wichtigen Großprojekten, etwa dem Anschluss der Windparks auf hoher See.

Hattaka versicherte, trotzdem werde es in den kommenden zehn Jahren keine Engpässe bei der Stromversorgung geben, schränkte aber ein: „Im Süden Deutschlands gibt es Problemzonen.“ Dort müssten neue Kraftwerke gebaut werden.

Die Strompreise würden bis 2020 um bis zu 30 Prozent steigen, sagte Hatakka. Allein in den nächsten zehn Jahren seien für die Energiewende Investitionen von 150 Milliarden Euro nötig. „Ein Großteil dieser Kosten wird qua Gesetz auf die Stromrechnung umgelegt werden“, sagte er.

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