Garten: Wenn der Rasen im Garten krank wird

Neustadt (dapd). Braune, verklebte oder ringartige Flecken im Rasen sind ein Hinweis auf Schneeschimmel und Typhula-Fäule. Experten der Gartenakademie Rheinland-Pfalz warnen davor, dass die beiden Erkrankungen typischerweise im Winter auftreten.

Schneeschimmel befalle die Pflanzen zwar vor allem zwischen September und März, sei aber fast ganzjährig möglich. Schuld daran sind hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen null und acht Grad. Zu erkennen ist Schneeschimmel anfangs an etwa vier bis sechs Zentimeter kleinen wässrig-grauen Flecken, die später bis zu 25 Zentimeter groß werden. Diese könnten auch Ringe bilden, erklären die Fachleute. Bei hoher Luftfeuchte erscheine ein wattartiges, grau- bis rosafarbenes Pilz-Myzel.

Vorbeugen können Gartenbesitzer der hässlichen Krankheit durch ausgewogene Düngung – kein kalken – sowie trockene Bodenoberflächen. Auch entsprechende Pflege und eine optimale Sortenwahl des Rasens sind wichtig. Ist die Rasenkrankheit aber erst einmal ausgebrochen, kann man sie nicht mehr bekämpfen.

Das trifft den Experten zufolge auch auf die Typhula-Fäule zu, die den Rasen zwischen November und März bei Temperaturen um den Gefrierpunkt befalle. Sie zeigt sich durch graue, oft mehr als einen halben Meter große Flächen. Bei hoher Luftfeuchte erscheint ein grauweißes Pilz-Myzel. Die Gartenexperten empfehlen vorbeugend eine ausgewogene Düngung und raten vor zu hohen Stickstoffgaben. Eventuell könne dafür mehr Kalium gegeben werden. Auch eine optimale Rasenpflege ist in der Lage, die Gräser zu stärken.

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