Inspektion der Heizungsanlage: Ablagerungen im Heizkessel treiben Verbrauch in die Höhe

Berlin (dapd). Die jährliche Inspektion ihres Pkw ist für die meisten Autofahrer eine Selbstverständlichkeit. Bei der Wartung ihrer Heizungsanlage seien viele Hausbesitzer dagegen zu nachlässig, mahnt der Verbraucherzentrale Bundesverband. „Die jährliche Wartung verlängert die Lebensdauer der Anlage und hilft, Umweltbelastung und Betriebskosten zu senken“, sagt Stefan Materne, Energieexperte der Verbraucherzentrale.

Bei der Wartung werden zum Beispiel Verschleißteile überprüft und bestimmte Bauteile gereinigt. Besonders durch die Reinigung des Heizkessels lassen sich nach Angaben des Experten Kosten sparen, denn hier können sich Ablagerungen bilden und die Wärmeabgabe behindern. „Schon eine Schicht von einem Millimeter kann den Brennstoffverbrauch um fünf Prozent in die Höhe treiben“, berichtet Materne. Geprüft werden sollte auch, ob alle Komponenten der Heizungsanlage gut aufeinander abgestimmt sind.

Die regelmäßige Inspektion der Heizungsanlage gehört laut Energieeinsparverordnung (EnEV) zu den Pflichten des Betreibers. Sie muss von einem Fachbetrieb durchgeführt werden, was Hausbesitzer mit einem Wartungsvertrag regeln können. Bevor man einen solchen Vertrag abschließt, sollte man allerdings die Leistungen und Preise verschiedener Installateure vergleichen. Muster-Wartungsverträge für Öl- beziehungsweise Gasheizungsanlagen gibt es in der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Weitere Informationen und Beratung bekommen Verbraucher im Internet unter der Adresse verbraucherzentrale-energieberatung.de oder von Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 18.00 Uhr sowie freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr unter der Telefonnummer 018/809802400 (14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer).

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