Jetzt den Gartenteich winterfest machen – Laub muss aus dem Wasser

Münster (ddp). Rechtzeitig im Herbst sollten Gartenbesitzer ihren Gartenteich auf den Winter vorbereiten. Absterbende Pflanzenteile wie Seerosenblätter müssen zum Beispiel sorgfältig entfernt werden, wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen empfiehlt. Das Hauptproblem in Herbst und Winter ist nämlich die Zersetzung der organischen Masse im Teich. Sie verbraucht viel Sauerstoff, der vor allem unter einer geschlossenen Eisdecke und bei mangelnder Wasserumwälzung knapp wird. Das führt oftmals zum Tod von größeren Tieren wie Fischen und Fröschen.

Besonders schädlich wirken sich Faulgase wie Schwefelwasserstoff und Methan aus, die aus der Zersetzung im Faulschlamm stammen. An manchen, meist größeren Teichen sind die aufsteigenden Faulgase als Blasen zu beobachten.

Auch Falllaub sollte möglichst vollständig abgefischt werden, bevor es auf den Teichboden sinkt, empfehlen die Experten. In älteren Teichen wird üblicherweise ein Drittel des Bodensatzes entnommen und kompostiert. Größere Lebewesen, die sich in dem Schlamm finden, können wieder in den Teich zurückgeben werden.

Ein gesunder Teich hat nach Mitteilung der Fachleute glasklares Wasser, das beim Aufwirbeln von Bodenschlamm innerhalb einer Stunde wieder klar ist. Nach Möglichkeit sollte das Wasser übrigens nicht durch Frischwasser aus der Leitung ausgetauscht werden, denn jede Zufuhr von Frischwasser stört das Gleichgewicht im Teich.

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