Kaminofen im Wohnbereich: Kaminofeneinbau genau abwägen

Kaminofeneinbau genau abwägen

Berlin (dapd). Ein Kaminofen ist für viele das i-Tüpfelchen ihrer Einrichtung. Er sieht hübsch aus und verheißt überdies eine warme und kuschelige Zeit im eigenen Wohnzimmer. „Auch wenn diese Vorstellung schön ist, sollte man nicht blindlings in den Laden laufen und sich einfach einen Kaminofen besorgen“, sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband privater Bauherren (VPB).

Bevor man einen Ofen aussucht, sollte man sich Gedanken zu folgenden Aspekten machen: Habe ich überhaupt Platz für den Kaminofen und für das zu lagernde Holz? Wie sind die Abstände zur restlichen Einrichtung und zu brennbaren Materialien? „Hier gelten strenge Regelungen“, betont die VPB-Sprecherin. Man sollte sich zudem erkundigen, was man verbrennen darf und wo man geeignetes Material für seinen Kaminofen bekommt. “ Im ersten Schritt kontaktiert man daher den Bezirksschornsteinfeger, der umfassend zu diesen und weiteren Fragen berät. Er muss den Einbau des Kaminofens auch genehmigen und später abnehmen“, sagt die Bauexpertin.

Je nachdem, wie man den Kaminofen nutzen möchte, sei eventuell der Rat eines unabhängigen Bausachverständigen nötig. „Dies gilt vor allem, wenn man komplett mit dem Kaminofen heizen und auch warmes Wasser damit bereiten möchte. Dann sind meist größere bauliche Veränderungen nötig.“ Der Fachmann rechne zudem aus, ob sich der Einbau eines Kaminofens überhaupt lohnt.

Auch den Einbau eines Kaminofens, der nur zusätzlich zur Heizung benutzt wird, sollte man in Anbetracht der hohen Einbaukosten genau abwägen, rät Reinhold-Postina. „Brennmaterial beschaffen, regelmäßig warten und reinigen: Das wird vielen irgendwann zu lästig, so dass sie lieber wieder die Heizung aufdrehen. Viele vergessen außerdem, dass Kaminöfen Wände und Decken auf Dauer verstauben“, gibt die VPB-Expertin zu bedenken.

dapd