Länder fordern mehr Geld für Verbraucherberatung

Berlin (ddp). Die Bundesländer fordern von der Bundesregierung mehr Geld für den Verbraucherschutz. Es wäre wünschenswert, wenn von den vielen Milliarden, die der Bund für die Folgen der Finanzkrise ausgebe, «die eine oder andere Million in die Ausweitung der Verbraucherberatung fließt», sagte Berlins Verbraucherschutzsenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) dem «Tagesspiegel am Sonntag». Die Länder, die für die Finanzierung der Verbraucherzentralen zuständig sind, hätten nicht die Mittel, die Förderung aufzustocken. Lompscher ist derzeit Vorsitzende der Verbraucherschutzministerkonferenz der Länder.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) forderte unterdessen eine Aufstockung der Berater in den Verbraucherzentralen von derzeit 900 auf 2000. «Um alle Haushalte in Deutschland mindestens ein einziges Mal beraten zu können, bräuchten wir bei den derzeitigen Kapazitäten über 350 Jahre», sagte Verbandssprecher Christian Fronczak dem «Tagesspiegel am Sonntag». Am Dienstag findet in Berlin der Deutsche Verbrauchertag statt. Zu den Gästen gehören Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Chef Franz Müntefering.

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