Nebenkosten senken: So geht’s

Strom-, Heiz- und Wasserkosten, Straßenreinigung, Müllabfuhr – wer eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus hat, muss mitunter hohe Nebenkosten stemmen. Während die Müllabfuhr oder Straßenreinigung festgeschriebene Gebühren verlangen, kann man bei anderen Nebenkosten sehr viel sparen. Mit einigen Tricks und moderner Technologie lassen sich die Kosten heute um mehr als die Hälfte senken.

Richtig heizen – Heizkosten senken

stromkosten senken

Die richtige Temperatur in der Wohnung ist wichtig für das Wohlbefinden. Egal, ob man es warm oder eher kühl bevorzugt – in beiden Fällen, lässt sich Energie sparen. Zunächst ist es wichtig, eine funktionierende Heizungsanlage zu haben. Befindet sich beispielsweise Luft in den Heizkörpern, verbraucht eine Anlage bis zu 15% mehr Energie, um die Räume auf Temperatur zu halten. Die Heizungsanlage sollte deshalb regelmäßig entlüftet werden. Eine gute Heizanlage ist jedoch wenig effizient, wenn die Wände oder Teile des Baus (wie etwa Rollladenkästen) schlecht oder gar nicht gedämmt sind. Bei einer guten Fassadendämmung dringt im Winter keine Kälte und im Sommer keine Hitze ein. Dadurch spart man gleichzeitig Stromkosten, die man sonst für Klimaanlage oder Ventilatoren brauchen würde. Auch der Keller sollte gut gedämmt sein.

Darüber hinaus sollte man für eine ausgeglichene Temperaturverteilung in der Wohnung sorgen. Wer häufig die Heizung ausstellt, sorgt dafür, dass die Räume auskühlen – was Schimmelbildung begünstigt. Um die Raumtemperatur auf konstantem Niveau zu halten, eignen sich moderne Heizkörper- und Raumthermostate. Sie sind über Datenleitungen miteinander gekoppelt und lassen sich zentral steuern, je nach Ausführung sogar von unterwegs über eine App. Auf diese Weise kann man dafür sorgen, dass die Temperatur nie ganz absinkt oder dass im Raum schon Wohlfühltemperatur herrscht, wenn man nach Hause kommt. Mit dieser cleveren Steuerung – man spricht hierbei auch von Smart Home – lassen sich bis zu 30 Prozent an Energie sparen, wie der Ratgeber von CosmosDirekt berichtet.

Strom sparen – Stromkosten senken

stromkostenMit smarten Technologien kann man auch Stromkosten senken. Das beginnt mit dem Erwerb von Energiespargeräten – vor allem in der Küche. Aber auch bei Computer, Fernseher und anderen Multimediaprodukten lohnt sich der Blick auf das Energielabel. Zudem spart man mit LED-Leuchten bis zu 90 Prozent gegenüber der herkömmlichen Glühlampe.

Ein bekannter, aber oft vergessener Trick ist die Abschaltung von Geräten, wenn man sie nicht benötigt. Viele Elektroartikel benötigen auch im Stand-by Modus Strom. Wer den Stecker zieht, spart Geld.

Auch mit der richtigen Positionierung von Elektrogeräten kann man erfolgreich Strom sparen. So sollte der Kühlschrank nicht neben Wärmequellen wie Heizung, Waschmaschine oder Herd stehen. Eine weitere Sparmöglichkeit ist der Aufbau von Solaranlagen. Sie sind eine besonders rentable Investition und können mit einem Solarstromspeicher noch effizienter genutzt werden.

Wasser sparen – Wasserkosten senken

wasserkosten senkenSolaranlagen helfen nicht nur bei der Erzeugung von Strom. Sie sind ebenso eine umweltfreundliche Ergänzung für die Warmwasseraufbereitung.

Am besten lässt sich der tägliche Wasserverbrauch aber mit Gewohnheitsänderungen senken. Duschen verbraucht beispielsweise nur halb so viel Wasser wie ein Vollbad. Wer während des Einseifens das Wasser abstellt oder eine Wassersparbrause verwendet, minimiert den Verbrauch ebenfalls. Sparbrausen, die dem Wasser mehr Luft beimischen, gibt es auch für die Waschbecken- und Spülbeckenarmatur. Bei elektrischen Geräten wie Spül- und Waschmaschine sollte man auf das Energielabel und den Wasserverbrauch achten.

Heute gibt es zahlreiche Waschmaschinenmodelle, die bis zu 40 Prozent weniger Wasser benötigen als die Geräte aus den 1990er-Jahren. Mithilfe eines Online-Wasch-Rechners wie diesem erfährt man schnell, wie hoch die derzeitigen Mehrkosten gegenüber einer neuen Waschmaschine sind. Aber nicht nur die Waschmaschine verbraucht Wasser. Rund ein Drittel des Gesamtverbrauchs wird durch die Toilettenspülung verursacht. Mit der Stopptaste lässt sich die Menge regulieren und viel sparen.

Bild oben: Flickr Globo verde Olearys CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten