Pflanzen: Vor Nachtfrost geschützt

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Wenn sich Frost einstellt, müssen die meisten Kübelpflanzen geschützt oder ins Winterquartier gebracht werden. Jede Pflanzenart reagiert unterschiedlich auf die kalte Witterung. Foto: K. Lüderwald

– von Karl Lohmann – Wenn sich Nachtfröste ankündigen, müssen die meisten Kübelpflanzen geschützt oder ins Winterquartier gebracht werden. Jede Pflanzenart reagiert anders auf die verschiedenen Witterungen des Jahres. Bevor die Pflanzen in die Winterruhe geschickt werden, sollten ihre Bedürfnisse bekannt sein, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.

Pflanzen so spät wie möglich hereinholen – Triebe reifen so besser aus

Generell gilt, dass die Pflanzen so spät wie möglich hereingeholt werden sollten, da die Triebe so besser ausreifen. Außerdem sind die Klimabedingungen in den meisten Winterquartieren für die Pflanzen nicht optimal. Ihr Aufenthalt dort sollte so kurz wie möglich sein. Fuchsien, Geranien, Knollenbegonien, Schönmalven, Trompetenbaum und alle Zitrus-Arten müssen schon bei Temperaturen von weniger als zehn Grad geschützt werden. Ebenso die Gardenie, der Roseneibisch und die Zierbanane. Im Gegensatz hierzu halten Oleander, Feige und Granatapfel auch kurzzeitig Temperaturen von bis zu minus fünf Grad Celsius aus. Niedrige Temperaturen vertragen auch Lorbeer und Rosmarin. Bambus und Buchsbaum können den Winter über draußen bleiben.

Kübelpflanzen im Winterquartier: Rückschnitt empfehlenswert

Die Pflanzen sollten vor ihrem Winterquartier nicht mehr gedüngt werden, da sie dann in die Ruhephase übergehen. Alles, was überwintert werden soll, muss kräftig und gesund sein. Aus Platzgründen ist insbesondere bei größeren Kübelpflanzen schon beim Einräumen ein Rückschnitt empfehlenswert. Auf jeden Fall müssen alle welken, faulen oder kränklich aussehenden Pflanzenteile entfernt werden. Vor dem Einzug ins Winterquartier sollten die Pflanzen auch auf Schädlingsbefall untersucht werden.

Rapsöle sind nach Auskunft der Fachleute gut wirksam gegen Woll- und Schmierläuse. Im oft zu warmen und trockenen Winterquartier hätten auch Spinnmilben leichtes Spiel. Ein geeignetes Präparat dazu sei im Fachhandel erhältlich. Von Kombistäbchen mit Pflanzenschutzmitteln und Dünger für den Boden raten die Experten dagegen ab. Sie seien zu dieser Jahreszeit ungeeignet.

Optimales Winterquartier: Hell und Temperaturen um fünf bis sechs Grad Celsius

Optimal stehen die meisten Pflanzen hell und gut geschützt bei Temperaturen um fünf bis sechs Grad Celsius. Auch im Winter müssen die Pflanzen – an die niedrigen Temperaturen angepasst – gewässert werden. Das bedeutet, nur so viel zu gießen, dass sie nicht vertrocknen. Staunässe, hohe Luftfeuchtigkeit und Zugluft sollte man vermeiden. Auch Topfplanzen im Wintergarten sind betroffen – schon bei wenigen Minusgraden müssen viele Pflanzen, wie bspw. Hyazinthen geschützt werden.

dapd/kl