Rechtstipp für Bauherren: Kosten für Mängelbeseitigung nicht steuerlich absetzbar

München (dapd). Die Beseitigung von Baumängeln ist keine außergewöhnliche Belastung. Das stellte der Bundesfinanzhof klar. Ein Hausbesitzer wollte die Aufwendungen für die Mängelbeseitigung an seinem Haus von der Steuer absetzen. Eklatante Baumängel hatten dazu geführt, dass er schon bald nach der Fertigstellung des Gebäudes das Dach erneuern, den Abwasserkanal wiederherstellen und die Terrasse sanieren musste.

Das verantwortliche Bauunternehmen konnte er nicht für die Mängelbeseitigung heranziehen, denn es hatte inzwischen Insolvenz angemeldet. Deshalb berief sich der Bauherr auf eine außergewöhnliche Belastung und verrechnete die Kosten entsprechend in seiner Steuererklärung.

Der Bundesfinanzhof sieht jedoch in Baumängeln keine außergewöhnliche Belastung im Sinne des Gesetzes. Es sei nicht unüblich, dass gelegentlich am Bau gepfuscht werde und dass beauftragte Firmen insolvent würden. Ein steuerlicher Abzug komme deshalb nicht infrage.

(Aktenzeichen: Bundesfinanzhof III B 37/05)

dapd.djn/T2013013001797/kaf/K2120/mwo