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Schnecken im Garten: Mit Kaffee gegen Nacktschnecken

Bedingt durch die vielen Regentage sind besonders viele Nacktschnecken in den Gärten unterwegs. Statt mit Chemie könne man ihnen auch mit Kaffee zu Leibe rücken, informiert der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Berlin. Dessen Wirkung gegen Schnecken sei nämlich wissenschaftlich nachgewiesen.

Kaffee und Köder gegen Schnecken

So hielten geringe Konzentrationen des ausgelegten Kaffees im Garten die Schnecken vom Fressen ab oder vertrieben sie. Größere Konzentrationen seien sogar tödlich, da das Koffein wie ein Nervengift wirke. Um Schnecken im Garten loszuwerden, könne man daher beispielsweise Kaffeesatz flächig ausstreuen oder ringförmig um die besonders zu schützenden Pflanzen ausbringen. Ebenso helfe starker Bohnenkaffee. Dieser werde über die Blätter im Garten gesprüht.

Bei einem besonders starkem Befall macht regelmäßiges Einsammeln der Tiere Sinn. Man kann auch Köder einsetzen. Hohle auf dem Boden liegende Bretter mit pflanzlichen Abfällen dienen als Verstecke für die Schnecken. Dort kann man sie dann täglich absammeln. So kann man beispielsweise auch die zunehmend häufig auftretende spanische Wegschnecke auf diese Weise eindämmen. Die spanische Wegschnecke verdrängt zunehmend die heimischen Nacktschneckenarten.

Selbst Igel und Kröten verschmähen sie wegen ihrer starken Schleimabsonderung, daher hat sie nur wenige natürliche Feinde.

Schneckenbekämpfung im Garten nicht übertreiben

schnecke gartenGartenbesitzer sollten immer bedenken, dass längst nicht alle Schneckenarten Schäden im Garten anrichten. Die meisten Schnecken mit Haus fallen als Schädlinge praktisch nicht ins Gewicht. Denn sie leben vorwiegend von totem Pflanzen im Garten.

Besonders die unter Naturschutz stehende große Weinbergschnecke sorgt im Garten für Ordnung. Denn sie frisst die Eigelege der Nacktschnecken. Unter den gehäuselosen Nacktschnecken sind es vorwiegend die Spanischen Wegeschnecke, die Gartenwegschnecke und die Ackerschnecke die Probleme bereiten.

Bei allem Ärger über die Fressschäden der Schnecken sollte der Gärtner allerdings bei der Schneckenbekämpfung nicht zu eifrig sein. Die Schnecken sind quasi der medizinische Dienst im eigenen Garten. Sie fressen verwesende Pflanzenreste und auch tote Tiere. Damit sind sie ein nützlicher Bestandteil der heimischen Lebensgemeinschaft. Sie zersetzen zudem Pflanzenreste und helfen deswegen bei der Bildung von Humus mit.

Natürliche Bekämpfung von Nacktschnecken

Im Spätsommer und im Herbst lohnt es sich nach den Eiern der Schnecken zu suchen. Schnecken legen bis zu 400 Eier. Die weißen Eier findet man unter Regentonnen, unter Pflanzkübeln,  unter lockeren Steinen sowie in Ritzen und Löchern im Boden. Nacktschneckenlegen mehrmals Eier. Wer also Probleme mit Schnecken im Garten hat, sollte nach ein paar Wochen nochmal kontrollieren.

Die 7 besten Tipps & Tricks gegen Schnecken

  1. Wähle offene und sonnige Flächen für die Beete.
  2. Für gefährdetes Gemüse legt man Hochbeete an.
  3. Streue  Kaffeesatz, Kalk, Sägespäne, Rindenmulch um die Beete.
  4. Stelle Schneckenzäun auf. Man erhält sie im Baumarkt.
  5. Blumenkübel, Blumentöpfe und Beetabgrenzungen lassen sich mit speziellen Lack behandeln, damit die Schnecken abrutschen.
  6. Das Gras auf dem Rasen am Besten kurz halten.
  7. Folgende Gemüse mögen Schnecken nicht. Man kann sie im Garten passend anpflanzen: Rettich, Spinat, Petersilie, Schnittlauch,  Radieschen, Tomaten, Rote Bete, Sellerie, Zwiebeln und Endivien.
  8. Nacktschnecken meiden die folgenden Pflanzen: Eisenhut, Tymian, Fingerhut, Farne, Rosmarin, Fetthenne und Hauswurz