Seltene Erden treiben Preis für Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren in die Höhe

Berlin/Hamburg (dapd). Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren könnten im Einzelhandel bald teurer werden. Die Preise dieser Produkte seien seit dem Frühjahr durchschnittlich um 20 bis 25 Prozent gestiegen und würden von Osram am 1. September erneut angepasst, sagte Unternehmenssprecher Stefan Schmidt am Mittwoch im Gespräch mit dapd. Inwieweit dieser Anstieg von den Händlern an die Verbraucher weiter gegeben werde, könne er allerdings nicht abschätzen, sagte er.

Die „Financial Times Deutschland“ hatte berichtet, der niederländische Weltmarktführer Philips werde ab dem 1. Oktober ebenfalls seine Preise erhöhen. Schmidt sagte weiter, von dem Preisanstieg seien vor allem die konventionellen Leuchtstoffröhren betroffen. Für deren Herstellung würden größere Mengen der teuren Rohstoffe benötigt als für Energiesparlampen.

Grund für die Preiserhöhung ist dem Zeitungsbericht zufolge vor allem Chinas restriktive Exportpolitik. Das Land kontrolliere mehr als 90 Prozent der Abbaugebiete für die seltenen Mineralien, die auch für die Produktion von Mobiltelefonen und Computern benötigt werden. Bei der Produktion von Leuchtmitteln werden laut FTD die Metalle Europium, Terbium und Yttrium verarbeitet.

Die Erhöhung trifft den Markt in einem Moment, da die Nachfrage nach Energiesparlampen deutlich steigen dürfte. Vom (morgigen) 1. September an ist es EU-weit verboten, Glühbirnen mit einer Leistungsaufnahme von mehr als 40 Watt in den Verkehr zu bringen.

dapd.djn/amu/rg