Studie zeigt Sparpotenzial bei Gastarifen auf

Stuttgart (ddp). Die deutschen Verbraucher nutzen die Einsparmöglichkeiten auf dem liberalisierten Gasmarkt noch viel zu wenig aus. Darauf verwies der baden-württembergische Verbraucherminister Peter Hauk (CDU) am Montag in Stuttgart bei der Vorstellung einer bundesweiten Gasmarktstudie des Verbraucherportals Verivox. Die Studie bewertet die Vertragsgestaltung und die Servicequalität der 100 bedeutendsten Gasanbieter in Deutschland. Im Durchschnitt könnten pro Haushalt und Jahr 170 Euro eingespart werden, sagte der Leiter der Energiewirtschaft von Verivox, Peter Reese.

Hauk rief die Verbraucher zu einer höheren Wechselbereitschaft auf. Seit der Liberalisierung des Gasmarktes hätten erst fünf Prozent der Kunden gewechselt. Für einen funktionierenden Wettbewerb sei dies noch zu wenig. «Die Verbraucher in Deutschland zahlen für Energie im Vergleich zu anderen Ländern zu viel», betonte der Minister. Dabei seien Ersparnisse von jährlich bis zu 500 Euro pro Haushalt drin, wenn man sowohl beim Strom als auch beim Gas die Einsparmöglichkeiten auf dem Energiemarkt ausschöpfe.

Das privatwirtschaftliche Verbraucherportal Verivox will mit seiner Gasmarktstudie dem Kunden die große Fülle der unterschiedlichen Möglichkeiten aufzeigen. Die Anbieter werden dabei nach dem Schulnotenverfahren mit «sehr gut» bis «ungenügend» bewertet. Bei der Vertragsgestaltung bekamen die Tarife von Mainova, Mitgas, NUON und den Siegener Versorgungsbetrieben die Bestnote. Bei der Servicequalität schnitten Entega, N-Ergie, Gasag, die Stadtwerke Düsseldorf und Yello am besten ab.

(folgt Zusammenfassung bis 15.00 Uhr)

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