terrasse bauen

Terrasse bauen oder bauen lassen

Endlich nähert sich die warme Jahreszeit mit schnellen Schritten – und was gibt es schöneres, als auf der eigenen Terrasse zu sitzen und die Sonne zu genießen. Wer keine Terrasse hat und sich eine zulegen möchte, kann heutzutage auf  Baumarkt Handwerkerdienste wie dem des toom Baumarktes zugreifen. Oder in Eigenregie selbst Hand anlegen.

Lässt man sich die Terrasse bauen, wird die auszuführende Leistung und damit natürlich auch Preis nach Art und Umfang sowie des erfolgtem Aufmaßes  vom Handwerker vor Ort bestimmt. Beratungsgespräche sind in der Regel kostenfrei und unverbindlich.

Eine Terrasse anzulegen ist allerdings auch keine allzu aufwendige Angelegenheit. Zumindest wenn man über etwas Zeit und handwerkliches Geschick verfügt.

Steinterrasse oder Holzterrasse

Zunächst steht die Entscheidung an, ob man eine Holzterrasse oder eine Steinterrasse bauen möchte.

terrasse steinplattenEine Holzterrasse sollte man mit qualitativ hochwertigem Holz bauen. Das Holz sollte fest und widerstandsfähig sowie langlebig sein. Hölzer wie Teak erfüllen diese Eigenschaften und werden daher beispielsweise auch gerne an Deck von Segelschiffen verbaut. Die Kosten für Teak belaufen sich pro Quadratmeter auf ca. 50-60 Euro. Dazu kommen die Kosten für Unterkonstruktion und Schrauben. Bei Tropenholz sollte man darauf achten, FSC-zertifiziertes Holz zu kaufen, denn das Holz ist geschützt und darf nur von befugten Holzherstellern gefällt und verarbeitet werden.

Wer es kostengünstiger und unkomplizierter wünscht, greift auf das Holz der Douglasie zurück. Hier liegen die Kosten bei ca. 20-30 Euro pro Quadratmeter.

Bei Steinterrassen ist die Auswahl groß.  Man kann zwischen zahlreichen Natursteinen auswählen, beispielsweise Pflastersteine wie Granit oder Beton. Der Trend, Natursteine im Garten einzuplanen hält weiter an. Sehr beliebt sind auch Travertin oder Porphyr. 

Die Auswahl ist groß, deswegen entscheidet bei vielen Menschen der Preis: Natursteine sind teuer, hier liegt der Preis bei ca. 60-100 Euro je Quadratmeter. Betonplatten und  Pflastersteine bekommt man hingegen schon ab 20 Euro pro Quadratmeter.

WPC-Terrasse

Zunehmend beliebt sind auch Terrassen aus WPC. WPC ist ein Holz-Kunststoff-Gemisch. Der Preis liegt bei rund 50 Euro pro Quadratmeter. Ein beliebter Vorteil von WPC ist: Es gibt keine Spleiß- und Splitterbildung an den Oberflächen. Wer gerne barfuß auf der Terrasse ist, weiß das schnell zu schätzen. WPC benötigt auch keine Pflege, es muss nicht geölt, lackiert  oder gestrichen werden.

Ratgeber für die eigene Steinterrasse

Wer sich dafür entscheidet, das Projekt selbst und in Eigenregie anzugehen, der sollte einige Dinge beachten.

Das Gefälle

Bei der Auswahl des genauen Standortes der Terrasse sollten man ein Gefälle von ungefähr 1–3 % vom Haus weg einplanen. Das schützt das Gebäude vor Nässe an den Hauswänden, wie sie bei falsch angelegten Terrassen entstehen kann.

Untergrund und Verlegen der Terrassenplatten

Eine gute Vorbereitung ist wie immer das A und O. Zunächst berechnet man die Terrassenfläche und misst aus. Mit einer langen Schnur werden die Eckpunkte markiert und man erhält damit einen guten Eindruck von der Fläche. Anschließend plant man den Untergrund. Bei den klassischen Terrassenplatten aus Stein oder Beton können Splitt oder Granulatasche, Mörtelsäckchen oder auch Estrich als Untergrund für die Terrasse dienen.

Das Verlegebett richtig anlegen

Für ein Splittbett hebt man zunächst die Verlegefläche aus. Diese schüttet man mit einer 5–10 cm dicken Kies-Schicht (Körnung des Kies 3–7 mm) auf. Anschließend kommt eine 5 cm dicke Schicht von feinerem Splitt oder gewaschenem Sand (Splitt oder Sand mit einer Körnung 0–4 mm) zum Verdichten darauf.

Die Oberfläche wird „im Wasser“ glatt gezogen. Nun können die Platten mit 3–5 mm Fugenabstand verlegt werden. Plattenlager haben den Vorteil, dass man Platten später einfach austauschen kann. Bei Unterkonstruktionen kann man auf Mörtelsäckchen, Stelzlager oder auch auf Splitt verlegen.

Die Terrassenplatten gut waschen

Um zu vermeiden, dass Schmutz den Halt der Terrassenelemente einschränkt, wäscht man alle Platten sorgfältig und gründlich mit Wasser ab.

Polygonalplatten: Pflasterbett und Festklopfen

Für das Pflasterbett gilt: Man nimmt Trasszement und gewaschenem Sand von 0–5 mm Körnung. Dieser wird nach und nach mit 15–20 mm Dicke auf der Frostschutzschicht verteilt. Darauf werden nun die Polygonalplatten im Dickschichtverfahren mit ungefähr 3–5 cm Fugenabstand gelegt. Um Hohlräume zu vermeiden, klopft man die Polygonalplatten mit einem Hammer ins Mörtelbett. Mit einem Gummihammer wohlgemerkt.

Fugenmaterial anmischen

Die Mischung des Fugenmaterials besteht zumeist aus Trasszement und Quarzsand im Verhältnis 3:1. Um das Gemisch zu verbessern, kann man zudem eine Fugenvergütung beimischen. Ist eine schnelle Aushärtung erwünscht, so kann man auch schnell härtende Fertigfugenmasse in Betracht ziehen.

Fugen füllen und Zementschleier entfernen

Zunächst bringt man die Fugenmasse leicht feucht mit einem Spachtel in die Fugen ein. Der Rest der Fugenmasse folgt in einem zweiten Schritt und stärker verdünnt. Nun wartet man ab, bis die Fugenmasse aushärtet. Mit einem Zementschleier-Entferner werden etwaig entstandene Schleier vorsichtig mit einem Tuch von den Platten entfernt. Wichtig ist hierbei: Der Zementschleier Entferner darf nicht in die Fugen kommen. Hautkontakt mit dem Entferner sollte man zudem ebenfalls vermeiden. Mit einem ordentlichen Schrubber wird die Fläche anschließend gründlich einer Reinigung unterzogen, aber erst, wenn die Fugen ausgehärtet sind. Dieses Schmutzwasser sollte außerdem nicht in den Boden sickern. Im letzten Schritt spült man die Terrasse mit frischen Wasser ab.

Egal ob beim Grillen oder Faulenzen nach getaner Arbeit: Nun steht der Entspannung auf der eigenen Terrasse nichts mehr im Wege.