Umfrage: Steigendes Vertrauen in finanzielle Zukunft trotz Krise

Berlin (dapd). Die meisten Bundesbürger rechnen laut einer Studie mit einer rosigen finanziellen Zukunft. Vier von fünf Verbrauchern erwarten, dass ihre finanzielle Situation unverändert bleibt oder sich sogar verbessert. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Finanzforschungsinstituts Icon im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) hervor.

Demnach geht jeder vierte Bundesbürger davon aus, dass sich seine Finanzen in den kommenden zwei Jahren weiter verbessern werden. Dieser Wert lag noch vor einem Jahr bei 23 Prozent, 2005 sogar nur bei 19 Prozent. Über die Hälfte der Befragten (55 Prozent) erwartet, dass sich ihr finanzielles Umfeld auf absehbare Zeit nicht verändern wird, lediglich 18 Prozent befürchten eine Verschlechterung.

„Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland lassen sich durch die Krise nicht verunsichern“, sagte der Präsident des DSGV, Heinrich Haasis. Ähnlich wie der deutsche Mittelstand vertrauten offenbar auch die Verbraucher der Dynamik, die der Aufschwung in Deutschland entfacht habe.

Zwtl.: Konsumausgaben könnten steigen

Die optimistische Einschätzung der finanziellen Zukunft spiegelt sich den Angaben zufolge auch in der Konsumplanung der Bundesbürger wider. Zehn Prozent der Befragten gaben an, ihren Konsum in den kommenden Monaten ausweiten zu wollen – ein Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich wollen sich nur 24 Prozent bei ihren Ausgaben einschränken. Das ist der niedrigste Wert seit sechs Jahren (2006: 48 Prozent). Zwei Drittel der Verbraucher planen, auch künftig ihr Konsumverhalten nicht zu verändern und sich nicht einzuschränken.

Für die repräsentative Umfrage wurden nach Angaben des DSGV vom 12. Juli bis zum 9. August 2011 mehr als 2.000 Menschen im Alter ab 14 Jahren befragt.

dapd.djn/ph/pon