Verbraucherzentrale: Energiesparlampen-Verkäufer oft ahnungslos

Düsseldorf (ddp). Lampenverkäufer kennen sich bei Energiesparlampen oft nicht aus. Bei einem Test der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalens in 222 Geschäften des Landes hätten die Verkäufer oft keine korrekten Auskünfte auf Fragen zum Ersatz der herkömmlichen Glühlampen durch Energiesparlampen geben können, sagte NRW-Verbraucherzentralen-Vorstand Klaus Müller am Donnerstag in Düsseldorf. Angesichts des für den 1. September bevorstehenden Verbots herkömmlicher Glühlampen gebe es hier dringenden Handlungsbedarf.

«Der begrüßenswerte Vorstoß der EU-Verordnung, Energiefressern bei Haushaltslampen den Saft abzudrehen, darf nicht durch mangelhafte Beratung im Handel konterkariert werden», forderte Müller. Bei der Kundeninformation müsse nachgelegt werden, denn das unübersichtliche Angebot lasse die Bürger bei der Suche nach Ersatz für die herkömmliche Glühlampe im Dunkeln tappen.

Für den Test waren Mitarbeiter der Verbraucherzentrale in Baumärkten, Möbelhäusern und Elektrofachgeschäften in 34 Städten unterwegs. In mehr als zwei Drittel aller Fälle konnten die dortigen Verkäufer demnach nicht benennen, welcher Wert auf der Verpackung von Energiesparlampen die Helligkeit der Lampe angibt. Selbst in Lampenfachgeschäften wussten die meisten Verkäufer nicht Bescheid. Auch habe etwa jeder dritte Verkäufer landesweit nicht sagen können, wie viel Watt eine Energiesparlampe haben müsse, um eine 100-Watt-Glühlampe zu ersetzen.

Die Europäische Kommission hatte im vergangenen Dezember beschlossen, dass ab September keine Glühlampen mit einer Stärke von 100 Watt aufwärts mehr in den Handel gebracht werden dürfen. Ab 2016 dürfen in Europa dann gar keine reguläre Glühlampen mehr verkauft werden.

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