Verbraucherzentralen erwarten langfristig sinkenden Gaspreis

Osnabrück (dapd). Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) rechnet damit, dass es durch die Öffnung der Ostsee-Pipeline zu einer Senkung des Gaspreises kommen könnte. Das sagte vzbv-Energieexperte Holger Krawinkel der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe). „Kurzfristig wird sich wegen bestehender Lieferverträge nichts ändern“, sagte Krawinkel. Die Ostseepipeline und andere geplante Gasleitungen könnten aber dazu führen, dass es in Europa zu einer Überversorgung des Marktes komme. „Denkbar ist, dass dann in fünf bis zehn Jahren der Gaspreis sinkt.“

Die Entwicklung des Gaspreises hänge aber stark von der Weltwirtschaft ab. Bleibe die Wirtschaft stabil, könne Russland voraussichtlich seine ölpreisgebundenen Gasmengen „gut auf dem Markt absetzen“. Schwäche sich das Wachstum dagegen ab, werde das den Gaspreis zusätzlich drücken.

dapd.djn/arh