Volks- und Raiffeisenbanken lehnen Privatdetektive in Banken ab

München (dapd). Die Pläne von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) zum Einsatz verdeckter Ermittler in Bankfilialen stoßen in der Branche auf Kritik. Der Präsident des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR), Uwe Fröhlich, sagte demNachrichtenmagazin „Focus“ laut Vorabbericht: „Verdeckte Ermittler bekämpfen Verbrecher, wir aber sind nicht kriminell.“

Die Ministerin müsse schnell ihre Wortwahl ändern. Fröhlich kritisierte, es bedürfe keiner Privatdetektive, die „auf Kosten der Steuerzahler“ ausschwärmen. Unabhängige Qualitätskontrollen führe die Stiftung Warentest durch. „Das reicht aus“, sagte Fröhlich. Es gebe nur vereinzelt schwarze Schafe in der Branche. Der BVR vertritt Banken mit insgesamt 30 Millionen Kunden.

Die Kundenberater der Banken sollen ab diesem Jahr von Testkunden im staatlichen Auftrag kontrolliert werden. Künftig würden von staatlicher Seite aus verdeckte Ermittler eingesetzt und nicht nur die allgemeinen Bedingungen geprüft, hatte Aigner angekündigt. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums wird die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für das sogenannte MysteryShopping externe Mitarbeiter einsetzen.

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