Zeitung: Neue Energieversorger unterbieten alte Anbieter

Hamburg (ddp). Nach einer Studie des Verbraucherportals Verivox geben die neuen Gas- und Stromanbieter Preisnachlässe in der Regel stärker an ihre Kunden weiter als die alteingesessenen Versorger. Während die neuen Anbieter ihre günstigsten Tarife im vergangenen Jahr bundesweit im Schnitt um 2,7 Prozent senkten, erhöhten die örtlichen Stromversorger ihre Preise um 2,7 Prozent, berichtete des «Hamburger Abendblatt» (Montagausgabe) unter Berufung auf die Erhebung.

Bei den Gaspreisen reduzierten die neuen Versorger den Angaben zufolge ihre günstigsten Tarife um 30,3 Prozent, während die lokalen Anbieter ihre Tarife nur um 24,1 Prozent kürzten. Unternehmen mit Vorkassetarifen hätten ihre Tarife durchschnittlich sogar um 37,2 Prozent verbilligt.

Weiter hieß es, dass ein Wechsel zu einem günstigeren Gasanbieter derzeit bei einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden Einsparungen von durchschnittlich 283 Euro bringen könne. Bei Strom ließen sich die Kosten bei jährlich 4000 Kilowattstunden um 248 Euro senken, sagte Verivox-Sprecherin Dagmar Ginzel dem «Hamburger Abendblatt».

Auch bei einem Vergleich der absoluten Preise seien die neuen überregionalen Anbieter preisgünstiger als die örtlichen Versorger. Demnach zahlten Gaskunden bei ihren örtlichen Versorgern bundesweit im Schnitt 1193 Euro bei einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden. Bei günstigeren überregionalen Konkurrenten seien es dagegen 1020 Euro. Mit einem Vorkassetarif ließen sich die Kosten weiter auf 910 Euro im Jahr senken.

Bei den Stromanbietern lägen die Tarife der neuen überregionalen Anbieter mit durchschnittlich 747 Euro um 130 Euro unter den günstigsten Angeboten alter Versorger.

Für das laufende Jahr rechnen die Experten mit weiteren Tariferhöhungen. Bereits zum Jahresanfang hätten 188 Stromanbieter ihre Preise im Schnitt um 6,6 Prozent und 98 Gasanbieter ihre Tarife um 6,2 Prozent angehoben.

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