Zeitung: Strafanzeigen gegen E.ON und RWE

Düsseldorf/Essen (ddp). Ein Stromkunde hat nach Angaben des Bundes der Energieverbraucher Strafanzeigen gegen die Branchenriesen E.ON und RWE erstattet. Dabei geht es um den Verdacht auf Marktpreismanipulationen und Betrug, wie die «Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung» (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf die jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften Düsseldorf und Essen berichtete. Man prüfe das Vorliegen eines Anfangsverdachtes in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht, sagten Behördensprecher dem Blatt.

Der Kunde wirft den beiden größten deutschen Stromkonzernen nach Angaben des Verbraucherbundes vor, durch «jahrelange strategische Zurückhaltung von Kraftwerkskapazitäten und von Informationen» die Strompreise auf dem Großhandelsmarkt «nach oben getrieben und Milliardengewinne gemacht zu haben».

E.ON und RWE wiesen die Vorwürfe zurück. Für derlei Anschuldigungen habe es in der Vergangenheit auch durch eine ganze Reihe von Untersuchungen und Gutachten auf Bundes- und EU-Ebene keinerlei Beleg gegeben, sagten Unternehmenssprecher der Zeitung.

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