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Alte Nutzpflanze verfeinert viele Gerichte – Pimpinelle jetzt noch auspflanzen

München (ddp). Zu den Kräutern, die sich bis in den Winter hinein frisch ernten lassen, gehört die Pimpinelle («Sanguisorba minor»). Sie ist auch unter dem Namen Kleiner Wiesenknopf bekannt. Pimpinelle ist eine Staude, die am besten auf trockenen, leicht kalkhaltigen Böden in voller Sonne gedeiht. Sie wächst aber auch im Halbschatten und in feuchter Erde. Wer die alte Nutzpflanze im eigenen Garten anbauen möchte, kann sie jetzt noch kaufen und auspflanzen. Drei bis vier Pflanzen reichen für den Bedarf einer Familie aus, erklärt das Online-Magazin krautundrueben.de.

Vom frischen Zuwachs können Hobbygärtner jetzt noch einige Monate ernten. In einem milden Winter bleiben die Blätter nach Mitteilung der Gartenexperten besonders lange grün. Allerdings sei es im Winter sinnvoll, die Blattrosetten in kühlen Lagen mit Reisig abzudecken. Wenn man im nächsten Jahr frühzeitig die Blütenstände entfernt, steckt die Pimpinelle ihre ganze Kraft in die Blattentwicklung. Die Pflanze wird 30 bis 50 Zentimeter hoch, die Haupterntezeit dauert von Mai bis Oktober. Am besten schmecken die jungen Blätter.

Sie sind frisch-würzig, enthalten Vitamin C und Gerbstoffe und besitzen eine leicht entwässernde und entschlackende Wirkung. Sie eignen sich als Beigabe in Salaten, Kräutersuppen, Fischgerichten, Soßen und Quark. Die Blätter sollen allerdings frisch bleiben und erst nach dem Garen zugefügt werden. Gekocht verlieren sie ihr frisches Aroma. Die Pimpinelle lässt sich auch einfrieren und in Essig und Öl einlegen.

Nicht verwechselt werden sollte die Pimpinelle mit der Bibernelle (Pimpinella saxifraga oder major), die ähnliche Blätter hat, oder dem Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis), der nur ein schwaches Aroma entfaltet. Wie viele andere Küchenkräuter eignet sich auch die Pimpinelle für die Kultivierung in Gefäßen zum Beispiel auf Balkon oder Terrasse. Man sollte für die Füllung der Töpfe Universal- oder Kübelpflanzenerde verwenden. Wichtig sind Abzugslöcher, damit keine Staunässe entsteht. Generell brauchen Kräuter in Gefäßen aber mehr Pflege als Kräuter im Beet.

Pimpinelle gehört zu den sieben Kräutern der echten Frankfurter Grünen Soße. In dieser kalten Kräutersauce finden sich traditionell Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Frankfurter Grüne Soße wird meist zu gekochtem Fleisch oder Fisch, kaltem Braten, Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln gereicht.

ddp/thi/kat

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