Start Aktuelles Garten: Bienen, Wespen und Hornissen sind unangenehme Untermieter

Garten: Bienen, Wespen und Hornissen sind unangenehme Untermieter

wespennest
Wespen, Hornissen oder Bienen sind häufige Gartenbewohner. Liegt das Wespennest aber zu nahe am Haus, werden sie zur Gefahr für die Menschen darin.

Frankfurt/Main (dapd). Die gemütliche Runde auf der Terrasse oder im Garten wird mit Wespen, Bienen und Hornissen schnell zur nervigen Angelegenheit. Das gilt insbesondere, wenn ein Nest in der Nähe ist. „Im Umkreis von drei bis vier Metern greifen die Tiere in der Regel nicht an. Liegt das Nest aber nah am Haus, werden sie zur Gefahr“, sagt Petra Krauß vom Immobilienverband IVD-Mitte. Dann verhielten sich die Insekten eher aggressiv, was vor allem für Allergiker problematisch sei.

In diesem Fall ist es meist sinnvoll, das Nest zu entfernen. Das machen Schädlingsbekämpfer oder bei unmittelbarer Gefahr für Leben und Gesundheit auch die Feuerwehr. „Man sollte die Beseitigung nicht selbst übernehmen“, warnt Krauß. Als Laie erkenne man zudem geschützte Arten wie Bienen nicht. Diese dürfe man – genau wie Hornissen – weder stören noch vernichten. „Falls die Völker einen beeinträchtigen, muss man sie umsiedeln lassen“, sagt die IVD-Expertin. Eine Genehmigung der Oberen Naturschutzbehörde sei dafür nötig.

Mieter melden ein entdecktes Wespennest dem Vermieter

Bemerkt man als Mieter ein Wespennest, muss man den Vermieter informieren, damit dieser die Beseitigung veranlassen kann. Wegen der erhöhten Gefahr könnten Allergiker dies auch ohne vorherige Absprache mit dem Vermieter veranlassen. „Die Kosten der Nestbeseitigung von circa 150 Euro trägt in der Regel der Vermieter“, sagt die IVD-Expertin. „Ist das Nest allerdings weit vom Wohn- und Aufenthaltsbereich entfernt, so dass die Mieter von den Wespen nicht beeinträchtigt werden, muss der Vermieter sie nicht beseitigen lassen“, ergänzt Krauß. Allergiker müssten in dem Fall beweisen, dass sie gefährdet seien.

Bei Wohnungseigentümern trage die Eigentümergemeinschaft die Kosten der Beseitigung, wenn sich das Nest an Stellen wie der Außenfassade befindet. Anders ist die Lage, wenn sich das Nest auf der Terrasse oder im Garten befindet: Dann müsse der Eigentümer die Beseitigung selbst bezahlen. Falls sich andere Wohnungseigentümer belästigt fühlten, hätten sie ebenfalls ein Anrecht auf Beseitigung. Das gilt auch wenn die Betroffenen selbst keine Einschränkung sehen.

dapd

Fotohinweis: Wespennest von superscheeli / Flickr / (CC BY-SA 2.0)

Newsletter mit Nachrichten, Infos und Aktionen rund um Haus und Wohnung.

Wir nehmen Datenschutz ernst. Alle Erklärungen und Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Beliebte Beiträge

Desinfektion gegen Viren (Coronavirus)

In vielen Drogeriemärkten wird verstärkt zu Desinfektionsgel wegen des sich verbreitenden SARS-CoV2 Virus (auch: COVID-19) gegriffen. Die bieten aber...

Wohnkosten nehmen ein Drittel des privaten Haushaltsbudgets ein

Die Wohnkosten nehmen in Deutschland heutzutage rund ein Drittel und ortsweise mehr des Einkommens in Anspruch. Für den Bereich Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung gaben...

Trinkwasser-Leitlinien sind verbindlich

Seit der im Jahr 2012 in Kraft getretenen Änderung der Trinkwasserverordnung gibt es verbindliche Regeln für die in den Leitungen verwendeten Materialien und Werkstoffe. Das...

Hausbesitzer sollten einen systematischen Frühjahrscheck vornehmen

Die Sonne bringt es an den Tag. Der lange und kalte Winter hat dem Haus arg zugesetzt. Darauf kann nicht nur eine grüne Algenschicht...

Liste erleichtert Suche nach dem günstigsten Heizungsableser

Die gemeinnützige Berliner Gesellschaft co2online informiert, dass deutsche Mieter 200 Millionen Euro jedes Jahr zu viel für den Service der Heizung Ablesefirmen zahlen. «Dass...

Vielfalt auch ohne grünen Daumen – Zahlreiche Zimmerpflanzen sind einfach zu pflegen

- von Michaela Kaebe und Dagmar Thiel - Blumen und Blattpflanzen erfreuen nicht nur im Garten, sondern auch in der Wohnung. Damit blühende und...

Nebenkostenabrechnung: Nicht alle Ausgaben für Reparaturen und Verwaltung auf Mieter umglegbar

Nicht alle Ausgaben für Reparaturen und Verwaltung dürfen als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden «Jede zweite Mietnebenkosten-Abrechnung ist falsch» - mit dieser Meldung sorgten...

Styling für den Balkon

Nicht jeder hat einen eigenen Garten. «Umso häufiger genutzt wird dann in den Sommermonaten der eigene Balkon oder die Dachterrasse», sagt Michael Pommer, Trainer...