Start Ratgeber für Vermieter Messi in der Wohnung: Tipps für Vermieter

Messi in der Wohnung: Tipps für Vermieter

Es ist der vermutlich schlimmste Alptraum eines jeden Vermieters einer Mietwohnung – ein Messi, der die Immobilie binnen kürzester Zeit nicht wiedererkennen lässt. Eine genaue Statistik über die Anzahl von Messiwohnungen in Deutschland gibt es nicht. Experten gehen jedoch davon aus, dass rund drei Millionen Messis hierzulande leben.
Der Schaden an einer Immobilie bei einer Messiwohnung ist enorm. In den meisten Fällen ist eine professionelle Reinigung erforderlich. Mit einem gründlichen Frühjahrsputz ist der Schaden nicht zu beheben.

Messi-Syndrom: Per se nicht unordentlich

Das Messi-Syndrom hat leider wenig mit dem weltbekannten Fußballer vom spanischen Verein FC Barcelona gemein. Es beschreibt ein zwanghaftes Verhalten von Menschen, die scheinbar belanglose oder wertlose Gegenstände nicht entsorgen können. Nicht behandelt, kommt es irgendwann zu einem Vermüllen der Wohnung.
Ein Messi ist generell kein unreiner Mensch, der in Bergen von Müll lebt. Oftmals handelt es sich dabei um Menschen, die einen hohen Ordnungssinn haben und ihre Dinge konsequent stapeln und lagern. Es kommt irgendwann der Punkt, in dem die Wohnung kein Lebensraum mehr darstellt und vermüllt. Ohne Hilfe erreicht jeder Messi irgendwann diesen Punkt.

Erste Hilfe für Vermieter

Ein Fall aus Essen, sorgte vor einigen Jahren für Diskussionen. Ein Vermieter musste über mehrere Jahre prozessieren um einen nicht zahlenden Mieter aus der Wohnung zu kriegen. Als er die Wohnung neu vermieten wollte, musste er erstmal eine fachkundige Gebäudereinigung für Essen und Umgebung beauftragen um die total verwüstete Wohnung zu reinigen. Es ist nicht der erste Fall, in denen Vermieter, deren Wohnung von Messis vermüllt wurde, einen langen Atem haben und sich mitunter auf einen langen Rechtsstreit einstellen müssen.

In einem ersten Schritt ist der Mieter der Wohnung auf die Situation anzusprechen. Bereits bei den ersten Anzeichen einer Vermüllung muss der Dialog beginnen. Fühlen die Nachbarn sich bereits massiv in ihren Rechten als Mieter eingeschränkt, ist es meist schon zu spät. Ein dokumentiertes Gespräch ist der erste Schritt, das Dokument kann vor Gericht später als Beweisstück zählen.

Kommt es nach dem Gespräch zu keiner Besserung der Zustände, ist das Verhalten des Messis schriftlich abzumahnen. Die Abmahnung erfolgt schriftlich und mit Fristsetzung. Fruchtet auch die Abmahnung nicht, hilft nur noch die fristlose Kündigung und die Aufforderung. Ob die fristlose Beendigung des Mietverhältnisses auch vor Gericht Bestand ist, klärt im Einzelfall ein Gericht.

Wohnung wieder vermieten

Ist der Messi ausgezogen, werden die Schäden an der Mietwohnung sichtbar. In einem ersten Schritt wird eine Entrümplungsfirma mit der Räumung der Immobilie beauftragt. Sie entsorgt den gesamten Unrat und nimmt eine erste grobe Reinigung vor. Die fachkundige Gebäudereinigung übernimmt in einem letzten Schritt die besenreine Säuberung der Wohnung. Nach der Reinigung ist die Wohnung wieder bereit für die Vermietung an einen neuen Mieter, der sich hoffentlich an den Rechten und Pflichten als Mieter hält.
Eine genaue Definition für eine Messiwohnung gibt es übrigens nicht. Wenn ein Möbelstück stinkt, handelt es sich nicht pauschal um die Wohnung eines Messis. Vermüllte Wohnungen können auch auf Mietnomaden zurückzuführen sein. Ein Indiz für eine schlecht gepflegte und vermüllte Wohnung sind in vielen Fällen säumige Mieter. Wer wiederholt oder dauerhaft seine Miete nicht fristgerecht zahlt, kümmert sich vermutlich auch nicht ordentlich um seine Wohnung.

Ein weiterer Tipp: Säumige Mietzahlungen sind ein guter Grund, persönlichen Kontakt zum Mieter aufzunehmen und die Wohnung anzuschauen.

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