Start Aktuelles Reform der Energieklassen von Elektrogeräten: A bis G statt A+, A++, A+++

Reform der Energieklassen von Elektrogeräten: A bis G statt A+, A++, A+++

Nach langen Verhandlungen hat das Europaparlament beschlossen, das bisherige System der Stromeffizienzklassen zu reformieren.

Betroffen sind die im Haushalts befindlichen Elektrogeräte wie Gefriertruhen, Kühlschränke, Gefrierschränke oder Kühl- und Gefrierkombinationen.

Bislang werden neue Effizienzklassen mit B, A,  A+, A++ und A+++ gekennzeichnet. So waren bis Ende des Jahres 2011 Gefrierschränke, Kühlschränke, Gefriertruhen, oder Kühl- und Gefrier-Kombinationen mit der Klassifizierung A nach oben begrenzt. Die neuen auf den Markt kommenden effizientere Geräte wurden daraufhin in den folgenden Jahren mit den Klassen A+, A++ oder A+++ ergänzt. So darf der Handel seit Juli 2012 keine Neugeräte mehr neu in den Verkauf nehmen, die über eine Energieeffizienzklasse kleiner als A+verfügen

Was bedeutet eine hohe Energieeffizienzklasse?

energieeffizienzklassen reformDie Effizienzklasse zeigt den Stromverbrauch im Verhältnis zur Größe des jeweiligen Gerätes aus. So lassen sich mit einem Gefriergerät der Energieeffizienzklasse A+++ gegenüber einem vergleichsweise gleich großen alten Gerät 50 Euro Stromkosten aufs Jahr gerechnet einsparen.

So kritisieren Verbraucherschützer bereits seit geraume Zeit die erzeugte Verwirrung Konsumenten mit den aktuell im Handel üblichen unterschiedlichen „A“ Kennzeichnungen. Und hier setzt die neue Regelung an: In Zukunft sollen Haushaltselektronikgeräte nicht mehr mit den die Konsumenten verwirrenden Bezeichnungen A+, A++ und A+++  klassiert werden, sondern stattdessen mit Bezeichnungen der Skala A bis G. Neugeräte müssen hierbei zudem über einen Kennwert zwischen A bis D verfügen.

Die Kennzeichnung A steht für die bestmögliche Energieeffizienz die Klasse G für die schlechteste Effizienzklasse.

Was bringen die neuen Energieeffizienzklassen?

2014 hatten die privaten Haushalte in Deutschland Ausgaben für Strom, Gas und andere Energieträger von fast 70 Mrd. Euro. Das sind riesige 7% der Haushaltskonsumausgaben.

Die europäische Kommission geht von einer durchschnittlichen Ersparnis der Stromkosten einer Familie von rund 15 Euro pro Jahr aus. Und das nur durch die bessere Transparenz der neuen Klassen beim Kauf der Haushaltsgeräte.  Europaweit sollen so Stromeinsparungen von 200 Terrawattstunden bis zum Jahr 2030 geschafft werden. Über 60 Billionen Euro sollen so eingespart werden. Ein immenser Betrag, der aber zunächst durch höhere Ausgaben für neuere Haushaltsgeräte die durch die Konsumenten finanziert werden müssen.

Der europäische Gesetzgeber geht davon aus, dass die Haushalte nach zwei Jahren der Nutzung des Elektrogerätes diese Mehrkosten kompensieren kann.

Wann kommen die neuen Klassen A bis G

Für Elektrogeräte wie Gefrierschränke, Kühl- und Gefrierkombinationen, Lampen, Kühlschränke,  Gefriertruhen und Fernseher tritt die neue Richtlinie ab 2020 in Kraft. Verschiedene Haushaltsgeräte wie Heizungen, Staubsauger oder bspw. Boiler die erst seit 2015 mit Effizienzklassen gekennzeichnet werden sollen erst ab 2030 mit den neuen Energieklassen A bis G gekennzeichnet werden.

 

Beliebte Beiträge

Trinkwasser-Leitlinien sind verbindlich

Seit der im Jahr 2012 in Kraft getretenen Änderung der Trinkwasserverordnung gibt es verbindliche Regeln für die in den Leitungen verwendeten Materialien und Werkstoffe. Das...

Hausbesitzer sollten einen systematischen Frühjahrscheck vornehmen

Die Sonne bringt es an den Tag. Der lange und kalte Winter hat dem Haus arg zugesetzt. Darauf kann nicht nur eine grüne Algenschicht...

Liste erleichtert Suche nach dem günstigsten Heizungsableser

Die gemeinnützige Berliner Gesellschaft co2online informiert, dass deutsche Mieter 200 Millionen Euro jedes Jahr zu viel für den Service der Heizung Ablesefirmen zahlen. «Dass...

Vielfalt auch ohne grünen Daumen – Zahlreiche Zimmerpflanzen sind einfach zu pflegen

- von Michaela Kaebe und Dagmar Thiel - Blumen und Blattpflanzen erfreuen nicht nur im Garten, sondern auch in der Wohnung. Damit blühende und...

Nebenkostenabrechnung: Nicht alle Ausgaben für Reparaturen und Verwaltung auf Mieter umglegbar

Nicht alle Ausgaben für Reparaturen und Verwaltung dürfen als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden «Jede zweite Mietnebenkosten-Abrechnung ist falsch» - mit dieser Meldung sorgten...

Styling für den Balkon

Nicht jeder hat einen eigenen Garten. «Umso häufiger genutzt wird dann in den Sommermonaten der eigene Balkon oder die Dachterrasse», sagt Michael Pommer, Trainer...

Baurecht: Baufirma muss Baustelle vor Witterungsschäden schützen

Nur in wenigen Bauverträgen ist detailliert geregelt, wer für Schäden eintritt, die durch schlechtes Wetter oder einen harten Winter verursacht wurden. Wird im Vertrag...

Hauseigentümer aufgepasst: Rechnungen müssen zwei Jahre lang aufbewahrt werden

Private Hausbesitzer müssen Rechnungen, Kontoauszüge und Überweisungsbelege, die im Zusammenhang mit ihrem Haus und Grundstück stehen, zwei Jahre lang aufheben. Darauf macht der Verband...