Oliven auf der Terrasse ernten

Oliven auf der Terrasse ernten

Olivenbäumchen gibt es mittlerweile im Baumarkt. Sie wachsen sehr langsam und sind im Kübel auf der Terrasse sehr robust gegen niedrige Temparaturen.

Olivenbäumchen im Kübel verbreiten Urlaubsstimmung und einen Hauch von Mittelmeer. Und dabei sind sie auch noch pflegeleicht, wie die Pflanzenexperten der Bayerischen Gartenakademie mitteilen. Allerdings tragen sie oft keine Früchte. Doch hier können Olivenbesitzer nachhelfen.

Von April bis Mai bilden Olivenbäume Trauben von weißen Blüten – jedoch nur dann, wenn sie bei Temperaturen um null Grad Celsius überwintert wurden. Doch selbst nach üppiger Blüte bleibt der Erntesegen häufig aus. Damit Oliven fruchten, werden nämlich zwei Olivenpflanzen benötigt. Der zweite Baum, der zur gleichen Zeit blühen sollte, spendet den fruchtbaren Pollen zur Befruchtung. Generell sollten Bäumchen-Besitzer hier nachhelfen, zu einem Pinsel greifen und die Pollen von einer Pflanze zur anderen übertragen.

Olivenbäumchen aus dem Baumarkt

Olivenbäumchen gibt es mittlerweile in vielen Super- oder Baumärkten zu kaufen, doch lassen sich hier die Sorten meist nicht eindeutig feststellen. Es gibt zwar auch selbstfruchtende Oliven, sie zu finden grenzt nach Auskunft der Gartenakademie aber fast an Detektivarbeit. So werden die Olivensorten «Leccino» und «Frantoio» als selbstfruchtend angeboten. Sie tragen als Einzelpflanze aber meist nur wenige Oliven. «Cailletier» und «Aglandou» sind laut den Experten tatsächlich selbstfruchtend. Diese Sorten wachsen aber wiederum zu sparrig und ungleichmäßig. Zudem gilt auch für diese selbstfruchtenden Sorten, dass sie erst dann üppig Früchte tragen, wenn sie von einer zweiten Olive befruchtet werden.

Oliven im Kübelsind robust

Oliven im Kübel vertragen Temperaturen bis an den Gefrierpunkt, sollten aber im Sommer so warm und sonnig wie möglich stehen. In ihrer Heimat vertragen Oliven lange Trockenperioden und dürfen deshalb nicht zu nass gehalten werden, aber auch nicht austrocknen. Von November bis März brauchen die Immergrünen einen hellen Überwinterungsplatz bei Temperaturen von null bis fünf Grad Celsius und nur sehr wenig Wasser.

Oliven können bis zu zwei Jahre im gleichen Topf und Substrat stehen. Wer dennoch jedes Frühjahr die Erde wechselt, erhält vitalere Olivenpflanzen. «Nehmen Sie dazu die Pflanze aus dem Topf, entfernen Sie die lose Erde und schneiden Sie die Wurzeln etwas zurück», raten die Pflanzenexperten der Bayerischen Gartenakademie. Wie viele mediterrane Pflanzen benötigen auch die Oliven ein durchlässiges Substrat. Generell sollte hochwertige Kübelpflanzenerde verwendet werden. Interessierte können sich die Erde auch selbst mischen, indem sie ein Drittel Lavagestein oder Blähtonsplitt unter gute Blumenerde mischen. Verwendet werden kann derselbe Topf beziehungsweise die gleiche Topfgröße, denn Oliven benötigen nur einen kleinen Standraum.

kl/ddp