Schnecken am besten absammeln

Bonn (ddp). In feuchten Sommermonaten können Nacktschnecken im Gemüsegarten großen Schaden anrichten. Am besten ließen sich die gefräßigen Weichtiere vertreiben, wenn man verschiedene Anti-Schnecken-Methoden miteinander kombiniere, rät der aid-Infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz in Bonn.

So sei es sinnvoll, die Kulturpflanzen gezielt mit der Gießkanne und nur in den Morgenstunden zu bewässern. Auf diese Weise bleiben die Zuwanderungswege für die nächtlichen Besucher trocken. Rund 30 bis 50 Zentimeter breite Schutzstreifen aus Branntkalk, Gesteinsmehl, Sand, Sägemehl oder Gerstenspreu haben eine entfeuchtende Wirkung und eine raue Oberfläche, die von den Tieren gemieden wird.

Schneckenzäune zählen nach Mitteilung der Fachleute zu den zuverlässigsten, aber auch teuersten Methoden, um den Befall zu begrenzen. Die Zäune bestehen aus verzinktem Blech und sind eine unüberwindbare Barriere, da sie am oberen Rand rechtwinklig nach außen gebogen sind. Die Bierfalle zählt zu den Klassikern der Schneckenbekämpfung, kann aber auch Tiere aus dem Nachbargarten anziehen. Einfach, wirkungsvoll, aber auch arbeitsintensiv ist das Absammeln der Schädlinge. Erst wenn alle Maßnahmen versagen, sollten Hobbygärtner Schneckenkorn anwenden. Es wird vor allem nach Regengüssen in den späten Abendstunden ausgebracht.

ddp