Trinkwasser-Leitlinien werden verbindlich

Dessau (dapd). Mit den Mitte Dezember in Kraft getretenen Änderungen der Trinkwasserverordnung werden erstmals verbindliche Regeln für die in den Leitungen verwendeten Materialien und Werkstoffe eingeführt. Das Umweltbundesamt (UBA) kann nun zur Bewertung der hygienischen Eignung von Werkstoffen und Materialien verbindliche Anforderungen festlegen. Diese werden die bisher unverbindlichen Leitlinien nach und nach ersetzen. Jeweils zwei Jahre nach deren Festlegung dürfen bei der Neuerrichtung und Instandhaltung von Trinkwasser-Installationen nur noch Werkstoffe und Materialien verwendet werden, die diesen Anforderungen entsprechen, wie das UBA mitteilte.

Trinkwasser aus dem öffentlichen Leitungsnetz kommt laut UBA in der Regel überall in Deutschland mit sehr guter Qualität in den Häusern an. Dort, wo Verunreinigungen des Trinkwassers festgestellt werden, entstünden diese meistens in der Trinkwasser-Installation im Gebäude, also durch falsche Materialien für Rohre, Armaturen oder Schläuche.

Daher sollte für Lebensmittelzwecke oder zum direkten Trinken kein abgestandenes Wasser verwendet werden, sondern nur frisches und kühles aus der Leitung, raten die Umweltexperten. Das Wasser sollte aber etwa eine halbe Minute ablaufen, bevor es genutzt wird. Dadurch würden potenzielle Stoffe aus Installationsmaterialien aus den Leitungen gespült.

UBA zu Trinkwasser im Internet.

dapd.djn/T2012121401981/mwo/mwa