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Versicherungen für Bauherren

 Auf diese Versicherungspolicen sollten Bauherren keinesfalls verzichten, um ihre Baustelle zu gut und verhältnismäßig zu versichern.

Der Traum vom Eigenheim ist häufig mit einigen Überraschungen verbunden. Nicht selten verzögert sich der Bau, auch die Kosten bleiben nicht immer im veranschlagten Rahmen. Zudem sollten die Risiken nicht unterschätzt werden, die von der Baustelle als solches ausgehen. Grundsätzlich haften Sie für Schäden und Unfälle unabhängig vom tatsächlichen Verschulden. Einige Policen sind vor dem Baubeginn deshalb obligatorisch. Welche Versicherungen werden unbedingt benötigt?

1. Bauherrenhaftpflichtversicherung

Ihr Eigenheim wird vermutlich von einem Fremdunternehmen errichtet – trotzdem haften Sie bei einem möglichen Schaden. Angenommen, eine Grube auf der Baustelle ist nicht richtig gesichert und die Kinder des Nachbarn stürzen hinein. Ein gebrochenes Bein oder Ähnliches führt in jedem Fall dazu, dass der Bauherr für die Kosten der Gesundung haftet. Das Gesetz sieht vor, dass Sie sich von der Sicherheit überzeugen. Eine Privathaftpflichtversicherung deckt solche Schäden ebenfalls ab, aber nur bis zu einer geringen Bausumme von 50.000 Euro. Was für eine Modernisierung oder ein Umbau ausreichend ist, genügt für den kompletten Neubau nicht. Um die Baustelle zu versichern ist eine Bauherrenhaftpflichtversicherung obligatorisch, die abgedeckten Bausummen betragen üblicherweise 250.000 oder 300.000 Euro

2. Feuer-Rohbauversicherung 

Der Hausbau zieht sich üblicherweise über einige Monate. In dieser Zeit kann es durch Brände, Blitzschlag sowie Explosionen zu Schäden am Rohbau kommen, die einige 10.000 Euro Schaden verursachen können. Typisch ist beispielsweise, dass ein Blitz in den Rohbau einschlägt und diesen in Brand setzt. Nicht selten muss dann mit dem Hausbau vollkommen von vorne angefangen werden. Beim fertiggestellten Haus kommt dafür üblicherweise die Gebäudeversicherung auf, die in der Feuer-Rohbau-Versicherung enthalten ist. Üblicherweise geht diese Police nach dem Abschluss des Baus direkt in eine solche Wohngebäudeversicherung über. Ihre Baustelle zu versichern ist nicht nur aus finanziellen Gründen sinnvoll, sondern wird häufig auch von den Banken gefordert, damit der Baukredit gewährt wird.

3. Bauleistungsversicherung

Eng verknüpft mit der Feuer-Rohbau-Versicherung ist Bauleistungsversicherung. Auch mit dieser Police können Sie die Baustelle versichern. Im Unterschied zur eben bereits genannten Police ersetzt die Bauleistungsversicherung Schäden, die durch Sturm oder Hochwasser verursacht wurden. Auch bei Vandalismus oder Konstruktions- sowie Materialfehlern kommt diese Versicherung auf. Ist Ihr Haus während der Bauphase noch unbewohnt, können Einbrecher möglicherweise Material klauen oder Fenster zerstören – wofür die Bauleistungsversicherung ebenso haftet.

4. Bauhelfer-Unfallversicherung

Um Kosten zu sparen setzen viele Bauherren vor allem beim Innenausbau auf Bauhelfer – nicht immer handelt es sich dabei um Profis. Besonders problematisch ist hierbei die Versicherungssituation: Denn während der professionelle Bauunternehmer eine Betriebshaftpflichtversicherung besitzt, kommt zunächst einmal keine Police für Unfälle von Bauhelfern auf. Fällt also jemand von der Leiter oder verletzt sich mit der Stichsäge, müssen die Kosten prinzipiell vom Bauherrn getragen werden. Durch die Bauhelfer-Unfallversicherung werden auch diese Risiken abgedeckt.

5. Haftpflichtversicherung für Grundstücke

Lange vor dem Hausbau ist üblicherweise schon das Grundstück vorhanden. Natürlich können auch hier Dritte Schaden nehmen: So sind Sie beispielsweise verpflichtet, den Gehweg am Grundstück schneefrei zuhalten. Rutscht hier ein unbeteiligter Dritter aus und fügt sich dabei Prellungen oder einen gebrochenen Arm zu, muss der Grundstückseigentümer die Kosten für die Genesung tragen. Die Haftpflichtversicherung für Grundstücke trägt genau diese Risiken. Der Abschluss einer solchen Police ist also insbesondere dann sinnvoll, wenn der Baubeginn sich noch etwas verzögert und das Grundstück lange Zeit frei steht. 

Versicherungen online vergleichen, um günstig Ihre Baustelle zu versichern

Insgesamt zeigt sich also: Wenn Sie abseits der hohen Kosten für ein Eigenheim nicht auch noch entsprechende Risiken tragen möchten, sollten Sie sich umfassend versichern. Vor dem Abschluss dieser Policen ist es allerdings ratsam, einen umfangreichen Versicherungsvergleich von Experten durchführen zu lassen.  Unabhängige Portale wie finanzvergleich100.de bieten hier einen guten Überblick. Denn: Auch bei vergleichbaren Leistungen unterscheiden sich die Versicherungsprämien zum Teil erheblich. Wenn Sie diesen Vergleich online anstellen, erhöhen Sie Ihre Chancen auf eine besonders günstige Police. Ein erfahrener Versicherungsfachmann, kann Sie dabei unterstützen und persönlich beraten. So versichern Sie Ihre Baustelle umfassend – und das zu überraschend geringen Kosten.