Start Aktuelles BGH urteilt im März über Musterklage gegen DAB Bank

BGH urteilt im März über Musterklage gegen DAB Bank

Karlsruhe (dapd). Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am Dienstag in einem Musterverfahren über die Klage einer geschädigten Anlegerin der insolventen Accessio AG gegen die DAB Bank verhandelt. Die Klägerin hatte Revision gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Schleswig eingelegt, das ihre Schadenersatzklage über rund 46.000 Euro gegen die Direktbank abgewiesen hatte. Der 11. Zivilsenat des BGH will sein Urteil am 19. März verkünden, wie ein Gerichtssprecher am Nachmittag mitteilte.

Die Klägerin hatte wie Tausende andere Kunden beim Wertpapierhandelshaus Driver & Bengsch Geld auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto angelegt. Das Konto wiederum wurde bei der DAB Bank geführt. Driver & Bengsch, die spätere Accessio AG, nutzte dies und verkaufte mehr als 40.000 Kunden zusätzlich hochriskante Wertpapiere. Im Jahr 2007 waren 314 Millionen Euro in diese Papiere investiert. Accessio ging in Insolvenz, und die Kunden blieben auf den Verlusten sitzen.

Das OLG Schleswig befand, dass die DAB Bank weder wegen fehlerhafter Anlageberatung noch wegen Verletzung vertraglicher Warn- oder Hinweispflichten aus dem Depotvertrag in Anspruch genommen werden könne. Dagegen verurteilte das OLG München die DAB Bank im Juni erstmals zu einer Schadenersatzzahlung. Gegen dieses Urteil legte die Direktbank Revision ein. Insgesamt ist mindestens ein Dutzend solcher Fälle beim BGH anhängig, wie der Vorsitzende Richter Ulrich Wiechers sagte.

dapd.djn/T2013020551739/dmu/mwa

Newsletter mit Nachrichten, Infos und Aktionen rund um Haus und Wohnung.

Wir nehmen Datenschutz ernst. Alle Erklärungen und Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Beliebte Beiträge

Feuerlöscher und Rauchmelder gehören in jeden Haushalt

Kerzen sind in den meisten Haushalten ein fester Bestandteil der Advents- und Weihnachtszeit. Jedes Jahr kommt es während der Feiertage zu folgenschweren Bränden, ausgelöst...

Hausratversicherung kündigen: Gründe, Ablauf und Fristen

Die Mehrzahl der Deutschen hat eine Hausratversicherung abgeschlossen. In einigen Situationen kann es aber sinnvoll sein, die Versicherungspolice zu kündigen oder sich nach einem...

Brandgefahr durch Leinöl

Leinöl ist ein beliebter natürlicher Holzschutz für Terrassenmöbel: Es verschließt die Poren und weist Wasser und Feuchtigkeit ab. Allerdings ist die Verarbeitung nicht ganz...

Fliegengitter und Backpulver statt chemischer Keule

Die langersehnte warme Jahreszeit hat auch Schattenseiten: Insekten in Wohn- und Schlafräumen oder in der Küche können zur Plage werden. «Am besten lassen Sie...

Fassadenstuck – Das eigene Haus kreativ verschönern

Weltenbummler auf Kulturreise werden es kennen: Oft schaut man sich nicht nur die fremden Landschaften an, sondern wird auch in den Bann des...

Desinfektion gegen Viren (Coronavirus)

In vielen Drogeriemärkten wird verstärkt zu Desinfektionsgel wegen des sich verbreitenden SARS-CoV2 Virus (auch: COVID-19) gegriffen. Die bieten aber...

Wann ist eine Kündigung des Mietverhältnisses unwirksam?

Wer eine Kündigung seines Vermieters erhält, sollte Ruhe bewahren. Ein Mietverhältnis seitens des Vermieters kann in Deutschland zum Beispiel gekündigt werden, wenn...

Verdacht auf Steuerhinterziehung? Mietvertrag unter Angehörigen/Familie muss Fremdvergleich standhalten!

Ein Mietvertrag zwischen dem Sohn als Vermieter und der Mutter als Mieterin kann steuerlich nicht anerkannt werden, wenn er nicht so gestaltet wird, wie es unter Fremden üblich ist. Das geht aus einem Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg hervor, wie die Bausparkasse Wüstenrot mitteilte (Aktenzeichen: 9 K 9009/08). Es kann sich demnach um einen Scheinvertrag mit dem Verdacht auf Steuerhinterziehung handeln. Lesen Sie auch mehr über die Die Tricks der Vermieter bei der Steuervermeidung ...