Start Ratgeber Fertigbau – Die 5 besten Tipps Kostenfallen zu vermeiden

Fertigbau – Die 5 besten Tipps Kostenfallen zu vermeiden

Beim Bau eines Eigenheims rangieren Fertighäuser in der Beliebtheitsskala immer häufiger weit oben. Kein Wunder, versprechen sie doch nicht nur einen schnellen Einzug sondern auch Kostentransparenz. Wer nicht aufpasst, für den kann es jedoch schnell teuer werden. Wir zeigen Ihnen die größten Kostenfallen beim Fertigbau und wie diese sicher umschifft werden können.

Kostenfallen können teuer werden

Fertighäuser sind eine schnelle und kostengünstige Lösung wenn es um den Bau eines Eigenheims geht. Zwar ist ein Fertighaus tatsächlich innerhalb weniger Tage aufgebaut und Anbieter locken mit Festpreisen, doch genau hier lauern Gefahren. Wer nicht aufpasst, für den wird das Bauvorhaben unter Umständen teurer als gedacht.

Verbraucherschützer weisen immer wieder darauf hin, dass auch der Bau eines Fertighauses gut durchdacht sein sollte. Dazu gehört nicht nur eine solide Finanzplanung sondern auch, vorab einige Vorbereitungen zu treffen. Mängel am Haus, nicht berücksichtigte Kosten und eine Fehlplanung können den Traum vom Haus sonst schnell zum Alptraum werden lassen.

Tipp 1: Grundstück überprüfen lassen

Noch vor Beginn der Bauphase sollte das ausgesuchte Grundstück besichtigt werden. Bei diesem Besuch sollte ein versierter Gutachter zugegen sein. Er kann mit einem Bodengutachten feststellen, ob Gefahren wie Grundwasser drohen. Zwar ist die Erstellung eines Bodengutachtens zunächst mit Mehrkosten verbunden, doch es kann auch weitaus höhere Folgekosten vermeiden. Wenn der Boden nass ist, kann dies etwa zu großen statischen Problemen führen und dies wiederum verteuert den Bau erheblich.

Tipp 2: Bebauungsplan kann Hausbau verteuern

Auch ein Blick auf den Bebauungsplan des Grundstücks ist ratsam, sind dort doch wichtige Vorschriften zum Hausbau zu finden. Vorgeschrieben werden können zum Beispiel die Maximalhöhe des Hauses, die Farbe der Dachziegel oder der Neigungswinkel des Daches. Der Bebauungsplan gibt also die Rahmenbedingungen für den Bau vor. Dabei gilt: Je mehr Vorschriften, umso schlechter lässt sich das Bauvorhaben mit den Standardangeboten von Fertighaus-Anbietern realisieren.

Wurde das Grundstück noch nicht gekauft, ist der Bebauungsplan ein wichtiges Entscheidungskriterium und zeigt, ob das Grundstück zu den eigenen Plänen passt oder nicht.

Tipp 3: Genügend Eigenkapital einplanen

Die Hausbau-Finanzierung spielt eine große Rolle. Viele machen hier den Fehler, die Kosten ihres zukünftigen Hauses zu gering einzuschätzen. Kommt dann noch eine Überschätzung der eigenen finanziellen Mittel hinzu, ist ein finanzielles Desaster vorprogrammiert.

Als Faustregel gilt, dass Bauherren mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten als Eigenkapital mitbringen sollten. Außerdem sollten bei der Kalkulation nicht nur die Kosten für den Fertighaus-Anbieter berücksichtigt werden. Auch die Kosten für den Bodengutachter, das Grundstück sowie Versicherungen und andere Abgaben tragen zu den Gesamtkosten bei.

Tipp 4: Angebote miteinander vergleichen

Um den Hausbau so günstig wie möglich zu halten, sollten die Angebote mehrere Fertigbau-Anbieter miteinander verglichen werden. Das jeweilige Angebot sollte dabei auf Größe und Bebauungsplan zugeschnitten sein. Hier können auch Überlegungen zum energieeffizienten Bauen sinnvoll sein, denn verschiedene Maßnahmen werden staatlich gefördert.

Tipp 5: Vorsicht bei der Bauabnahme

Die Bauabnahme ist für den baldigen Hausbesitzer ein freudiges Ereignis. Dies sollte jedoch nicht zur Nachlässigkeit führen. Einmal abgenommen, können spätere Baumängel nur schwer nachgewiesen werden. Schlimmstenfalls droht ein langer Weg vor Gericht – mit ungewissem Ausgang. Bei der Bauabnahme sollte deswegen auf jedes Detail geachtet werden. Kritische Punkte sind die Anschlussstellen zur Bodenplatte, zwischen den Wänden sowie zum Dach. Da viele Mängel für das ungeschulte Auge schwer erkennbar sind, unbedingt einen Architekten zur Abnahme mitnehmen.

Foto: cocoparisienne@pixabay.com – building-plan-354233_1280

Newsletter mit Nachrichten, Infos und Aktionen rund um Haus und Wohnung.

Wir nehmen Datenschutz ernst. Alle Erklärungen und Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Beliebte Beiträge

Arbeitsschutz: Sicherheit beim Umgang mit schweren Materialien auf der Baustelle

Wer nicht gerade ein schlüsselfertiges Fertighaus kauft, sondern den Hausbau teilweise auch in Eigenregie erledigt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch selbst mit...

Feuerlöscher und Rauchmelder gehören in jeden Haushalt

Kerzen sind in den meisten Haushalten ein fester Bestandteil der Advents- und Weihnachtszeit. Jedes Jahr kommt es während der Feiertage zu folgenschweren Bränden, ausgelöst...

Hausratversicherung kündigen: Gründe, Ablauf und Fristen

Die Mehrzahl der Deutschen hat eine Hausratversicherung abgeschlossen. In einigen Situationen kann es aber sinnvoll sein, die Versicherungspolice zu kündigen oder sich nach einem...

Brandgefahr durch Leinöl

Leinöl ist ein beliebter natürlicher Holzschutz für Terrassenmöbel: Es verschließt die Poren und weist Wasser und Feuchtigkeit ab. Allerdings ist die Verarbeitung nicht ganz...

Fliegengitter und Backpulver statt chemischer Keule

Die langersehnte warme Jahreszeit hat auch Schattenseiten: Insekten in Wohn- und Schlafräumen oder in der Küche können zur Plage werden. «Am besten lassen Sie...

Fassadenstuck – Das eigene Haus kreativ verschönern

Weltenbummler auf Kulturreise werden es kennen: Oft schaut man sich nicht nur die fremden Landschaften an, sondern wird auch in den Bann des...

Desinfektion gegen Viren (Coronavirus)

In vielen Drogeriemärkten wird verstärkt zu Desinfektionsgel wegen des sich verbreitenden SARS-CoV2 Virus (auch: COVID-19) gegriffen. Die bieten aber...

Wann ist eine Kündigung des Mietverhältnisses unwirksam?

Wer eine Kündigung seines Vermieters erhält, sollte Ruhe bewahren. Ein Mietverhältnis seitens des Vermieters kann in Deutschland zum Beispiel gekündigt werden, wenn...