Baumängel erkennen mit dem Fünf-Phasen-Check

Köln/Nürnberg (ddp.djn). Einen sogenannten Fünf-Phasen-Prüfcheck zum Erkennen von Baumängeln während der Bauphase bietet der TÜV Rheinland an. Dabei gleichen die Bausachverständigen die aktuellen Leistungen mit den vorangehenden Anforderungen im Vertrag ab. Besonders kritisch unter die Lupe nehmen die Experten Fenster und Gebäudefassade, denn hier treten die häufigsten Baumängel auf. Kontrolliert wird aber beispielsweise auch, ob die Rohre richtig verlegt oder der Estrich korrekt aufgetragen wurde. Übersteigt ein Mangel die Toleranzgrenze, wird er protokolliert und per Foto dokumentiert. In solchen Fällen kann der Bauherr eine Frist zur Ausbesserung des Fehlers festsetzen.

Je nach Ausmaß des Schadens kann dies durchaus mehrere Wochen in Anspruch nehmen. «Bauherren sollten sich aber von den Bauträgern nicht hinhalten lassen», rät Dieter Straußberger, Bautechnikexperte vom TÜV Rheinland. «Erfolgt nach einer angemessenen Frist keine Reaktion, darf der Bauherr einen externen Dienstleister einsetzen und die Kosten dem bauausführenden Unternehmen in Rechnung stellen.» Mit der umfassenden Dokumentation des Mangels hat der Hauseigentümer gleichzeitig ein Beweismittel für den Fall, dass die Angelegenheit vor Gericht ausgetragen werden muss.

ddp.djn/kaf/rab