Garten im Winter: Igel-Unterschlupf im Garten nicht mehr versetzen

Berlin (dapd). Ein Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub – so sieht nach Auskunft des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) das ideale Winterquartier für Igel aus. Ein im Garten geschaffener Unterschlupf sollte deshalb während des Winters nicht mehr umgesetzt werden. Denn bei Störungen könnten die schlafende Tiere nicht mehr fliehen. Deshalb müsse man auch beim Beseitigen von Sträuchern, beim Mähen unter tief liegenden Zweigen sowie beim Umgang mit Motorsensen und Balkenmähern Vorsicht walten lassen, um die Igel nicht zu gefährden.

Liegen die Bodentemperaturen anhaltend um null Grad, suchen die Igel ihre Winterquartiere auf. In Erdmulden, unter Hecken oder in Reisighaufen finden die Tiere Schutz gegen die Kälte. Von kurzen Unterbrechungen abgesehen, verschlafen die Tiere die kalte Jahreszeit bis in den März oder April, manchmal sogar bis in den Mai hinein. Als Ergänzung zu den natürlichen Unterschlupfmöglichkeiten können Gartenbesitzer laut NABU ein Igelhäuschen für die Winterschläfer aufstellen. Wer Igeln dauerhaft einen Platz im Garten bieten möchte, versieht die Reisighaufen mit einer Basis aus Feldsteinen.

Ideale Igelgärten seien naturnah gestaltet und bewirtschaftet, denn in Wurzelwerk, Trockenmauern, Hecken und Reisighaufen hielten sich Igel auch im Sommer tagsüber gern auf, informiert der NABU. Gut seien viele Naturelemente wie Hecken, Teich, Obstbaum, Stenmauer oder Wiese. Auf Mineraldünger und chemische Bekämpfungsmitteln sollte verzichtet werden. Auch sollte der Rasen nicht ständig gemäht, gedüngt und gewässert werden, die Hecke nur selten geschnitten und nicht gleich jedes Unkraut gejätet und jedes Laubblatt entfernt werden.

dapd/plu/K2200/esc