Garten & Kräuter: Kümmel jetzt säen und im April ins Freie setzen

Weihenstephan (dapd). Schon ab März kann die Anzucht von Kümmel (botanisch: Carum carvi) für den eigenen Garten beginnen: Dazu wird der Samen des Gewürzes in Töpfe mit etwa neun Zentimeter Durchmesser ausgesät, wie die staatliche Forschungsanstalt für Gartenbau im oberbayerischen Weihenstephan informiert. Die Keimtemperatur sollte mindestens 15 Grad betragen. Da es sich beim Kümmel um einen Dunkelkeimer handelt, übersiebt man die Saat mit Substrat.

Ab April wird das vorgezogene Gewürz dann ins Freie gesetzt. Dabei sollte der Abstand jeweils 40 Zentimeter betragen. Um die Wachstumsphase zu unterstützen, gibt es nach vier Wochen eine Portion Dünger. Als Standort bevorzugt die Pflanze aus der Familie der Doldenblütler tiefgründige, humose, lehmige und kalkhaltige Böden. Dort muss sie ausreichend feucht gehalten werden.

Das Gewürz wird nach Angaben der Gartenexperten bis zu 120 Zentimeter groß und ist unempfindlich gegen Frost. Als zweijährige Pflanze bildet Kümmel im ersten Jahr Blattrosetten – und erst im darauf folgenden Jahr kleine weiße Doldenblüten. Reif für die Ernte ist der Kümmel, sobald sich der Samen braun färbt. Anschließend empfehlen die Experten eine vierjährige Anbaupause.

Die Kümmelfrucht wird getrocknet und so haltbar gemacht. Dann eignet sich das Gewürz für Backwaren, Fleisch und Kartoffelgerichte. Es wirkt verdauungsfördernd, aber auch gegen Sodbrennen und Appetitlosigkeit.

dapd/plu/K2200/esc