IVD-«Wohnpreisspiegel»: Mieten in Deutschland steigen weiter

Berlin (ddp). Die Mieten in Deutschland steigen offenbar weiter. Wie ein am Dienstag in Berlin vorgestellter «Wohnpreisspiegel» des Immobilienverbands Deutschland (IVD) darlegt, mussten Mieter 2009 bei neu abgeschlossenen Mietverträgen knapp 0,9 Prozent mehr Miete zahlen als im Vorjahr. Die Neuvertragsmieten würden damit zum Teil deutlich über dem Mietpreis-Durchschnitt liegen. Für den «Wohnpreisspiegel» hat IVD nach eigenen Angaben Neuvertragsmieten in rund 390 deutschen Städten erfasst.

Besonders hoch seien die Mietpreissteigerungen in den Großstädten. In Städten mit über 100 000 Einwohnern verzeichnete der IVD mit 1,9 Prozent einen etwa doppelt so hohen durchschnittlichen Preisanstieg der Nettokaltmiete wie im Gesamtdurchschnitt der Städte. Die höchsten Mietpreissteigerungen seien in Mönchengladbach und Karlsruhe mit 16,67 beziehungsweise 15,38 Prozent festgestellt worden.

Auch führe die geringe Neubautätigkeit zu steigenden Mieten. Während die Neuvertragsmieten im Bestand laut IVD weniger als im Vorjahr angestiegen sind, sei der Mietpreisanstieg im Bereich der Neubauwohnungen unverändert hoch geblieben. Diese Beobachtung gelte auch für Mittel- und Kleinstädte.

Überdurchschnittlich verteuert haben sich nach Angaben des Immobilienverbandes auch Altbauwohnungen in den guten Lagen der Großstädte, da diese besonders gefragt seien. In diesem Segment habe der «Wohnpreisspiegel» eine Verteuerung von 2,0 Prozent verzeichnet. «Die Nachfrage nach Altbauwohnungen wird aus Mangel an Neubauwohnungen weiter zunehmen», schloss Verbandspräsident Kießling.

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