Renovieren: Bei der Pinselreinigung sparsam mit Löungsmitteln umgehen

Berlin (dapd). Nach dem Streichen und Lackieren ist eine sachgemäße Reinigung der Pinsel erforderlich. Die Reinigungsmethode hängt davon ab, mit welchen Farben und Lacken man arbeitet. „Bei wasserlöslichen Lacken, Wandfarben oder Kleister wäscht man den Pinsel einfach mit lauwarmen Wasser aus und lässt ihn an einem luftigen Ort trocknen – am besten draußen“, sagt Peter Birkholz, Koautor des Buches „Reparaturen zu Hause“ (Stiftung Warentest).

Bei lösungsmittelhaltigen Lacken und Farben, wie man sie für Türen oder Heizkörper verwendet, müsse der Pinsel mit Verdünnern oder Lösungsmitteln wie zum Beispiel Terpentin gereinigt werden. „Dazu spült man den Pinsel in einem Marmeladenglas oder einem anderen verschließbaren Gefäß ab. Es reicht schon eine sehr kleine Menge zum Reinigen“, betont Birkholz. Nach der Spülung trocknet man den Pinsel mit einem Papiertuch ab oder streicht ihn auf Zeitungspapier aus. Man könne auch einen zweiten Durchgang einlegen, wenn der Pinsel noch verschmutzt sein sollte. Das Glas mit dem Lösungsmittel schraubt man fest zu und entsorgt es über den Hausmüll. „Man darf niemals Lösungsmittel in den Abfluss kippen, da sie umwelt- und gesundheitsschädlich sind“, warnt der Experte.

Um die Verwendung von Lösungsmitteln zu vermeiden, sollte man überlegen, ob die Entsorgung des Pinsels nicht die günstigere Alternative wäre. Denn Lösungsmittel seien im Zweifelsfall teurer als ein neuer Pinsel. Birkholz empfiehlt: „Wer über mehrere Tage streicht, wickelt den Pinsel zwischendurch einfach in Haushaltsfolie, damit er nicht austrocknet.“ So könne man den Verbrauch von Lösungsmitteln ebenfalls reduzieren.

dapd/ebe/esc