Start Ratgeber Haushalt Desinfektion gegen Viren (Coronavirus)

Desinfektion gegen Viren (Coronavirus)

In vielen Drogeriemärkten wird verstärkt zu Desinfektionsgel wegen des sich verbreitenden SARS-CoV2 Virus (auch: COVID-19) gegriffen. Die bieten aber nur selten Schutz. Bei Viren vom Typ des Corona Virus benötigt man 70-95% Gehalt an Ethanol, 1-Propanol und 2-Propanol im Desinfektionsmittel sagen Experten wie Prof. Günter Kampf von der Universität Greifswald, der unlängst eine Facharbeit zu dem Virus veröffentlichte.

Ein paar Grundregeln zum Schutz

Laut der Institutsmiteilung kann man sich sich wirksam vor einer Infektion mit dem neuartigen COVID-19 Coronavirus schützen:

  • Regelmässig und beim nachhause kommen gründlich die Hände waschen. Auch sonst, wenn man etwas angefasst hat, das auch andere Menschen berühren.
  • Vor dem Händewaschen nicht ins Gesicht fassen und kein Essen vorher berühren. Über die Schleimhäute in Augen, Mund und Nase besteht erhöhte Ansteckungsgefahr.
  • Gegenstände reinigen oder desinfizieren, auf denen sich Speichel oder sonstige Körper­flüssigkeiten anderer Menschen befinden können und die Sie anfassen möchten
  • Besteck, Gläser und Vergleichbares nicht mit anderen Menschen gemeinsam nutzen.

Was eigentlich normal sein sollte: Husten Sie keine anderen Menschen an, wenn Sie erkältet sind, sondern halten Sie sich ihren Arm vor den Mund. So schützen Sie Andere.

Halten Sie Abstand zu Erkrankten. Nach allem, was bisher bekannt ist, sind die Übertragungswege ganz genau so wie bei der bekannten Grippe, also der Influenza. Daher helfen auch dieselben Maßnahmen, die Sie alle seit Jahren kennen.

Was tun bei Verdacht auf Coronavirus?

Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin gibt Hausärzten und deren Patienten auf seinen Webseiten folgende Hinweise :

Bei Beschwerden wie z.B. Husten, Schnupfen und Fieber, ist das Risiko, dass Sie mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert sind, laut Robert Koch-Institut zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: 27.02.2020) gering, aber ansteigend.

Wahrscheinlicher ist, dass man an einer Grippe oder Erkältungskrankheit leidet. Wenn man Beschwerden hat, soll man bitte nicht direkt in die Hausarztpraxis, sondern ruft dort an, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Was ist das Coronavirus?

Seit Dezember 2019 sind in China, inzwischen auch in Europa und den USA vermehrt Fälle von Atemwegserkrankungen durch SARS-CoV-2 aufgetreten. Der korrekte Erkrankungsname lautet: Covid-2019. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist nachgewiesen und eine Ansteckung ist bereits vor Beginn der Beschwerden möglich. Nach einer Inkubationszeit von 2-14 Tagen können Beschwerden auftreten, die stark an eine Grippe oder eine Bronchitis erinnern, z.B.

  1. Fieber,
  2. Husten,
  3. Atemnot.

Bin ich am Coronavirus erkrankt?

Eine Erkrankung sollte abgeklärt werden, wenn ein Patient Atemwegs- oder Allgemeinbeschwerden (z.B. Fieber, starke Abgeschlagenheit) haben UND bis max.14 Tage vor Erkrankungsbeginn entweder in einem Risikogebiet waren (China, andere südostasiatische und zunehmend auch europäische Länder) oder Kontakt zu einem bestätigtenSARS-CoV-2-Fall hatten.

Melden Sie sich in diesem Fall telefonisch bei dem nächstgelegenen Gesundheitsamt:
Gesundheitsamt-Suche nach PLZ: https://tools.rki.de/plztool/ oder in Ihrer Hausarztpraxis.

Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministerium

Das Bundesgesundheitsministerium hat ein Bürgertelefon unter der

Telefonnummer 030-346 465 100 eingerichtet

erreichbar Montag -Donnerstag [8 -18 Uhr] und Freitag [8 -12 Uhr]).

Wie man die weltweite Ausbreitung verfolgen kann

Im Falle des Coronavirus COVID-19 gibt es eine laufend aktualisierte Karte der John Hopkins University mit allen amtlich registrierten und erfassten Fällen:
Global Cases by Johns Hopkins CSSE

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