Start Regionales Berlin Wohnungssuche & Immobilieninvestitionen in Metropolen mit Roulette vergleichbar

Wohnungssuche & Immobilieninvestitionen in Metropolen mit Roulette vergleichbar

Der Immobilienmarkt boomt und die Objekte, die sich in Top-Lagen befinden, sind unbezahlbar. Die Preise in der Stadt München sind beispielsweise inzwischen derart angestiegen, dass es sich kaum noch lohnt dort in eine Immobilie zu investieren.  Wer also in München auf Wohnungssuche ist, der kann seine Suche durchaus mit Online-Roulette vergleichen – Denn es wird Glück benötigt, um eine leere Wohnung zu finden – oder besser gesagt es ist schon fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Besichtigungstermine vergleichbar mit Glücksspiel

muenchen
In Städten wie München, Frankfurt, Köln, Hamburg, Stuttgart,Berlin und Düsseldorf sind die Preise für Wohnimmobilien innerhalb weniger Jahre sehr stark angestiegen.

Die Interessenten drängeln sich in Scharen durch die Treppenhäuser, bei den Maklerterminen und buhlen um jede freie Wohnung. Doch nur wenige der freien Wohnungen landen auf dem freien Markt und das gilt für die Mietwohnungen ebenso wie für die Objekte die zum Kauf angeboten werden. Hier stehen die Chancen einfach schlecht, wenn keine persönlichen Kontakte bestehen.

Somit ist in München die Suche nach der Wohnung zur Miete oder zur Immobilieninvestition vergleichbar mit einem Glücksspiel, denn es ist nirgends in Deutschland so schwer, wie in der bayerischen Landeshauptstadt eine Immobilie zu finden. Nach Schätzungen stehen in der Isar-Metropole gerade einmal zwei von 1000 Wohnungen leer.

Auch in der Main-Metropole Frankfurt sieht es nicht viel besser aus, denn dort ist von 200 Wohnungen nur eine frei. Nach Angaben des Bundesamtes für Bau- Stadt- und Raumforschung standen 2015 in den größten deutschen Städten nicht mehr als 1 % der Wohnungen leer. Eben durch diesen Fakt werden die Mieten und Kaufpreise nach oben getrieben.

Die „Big Seven“

gluecksspiel wohnungssuche
Gleicht Immobiliensuche zunehmend einen Glücksspiel?

Die beiden Metropolen Frankfurt und München zählen zu den sogenannten „Big Seven“ – den sieben größten deutschen Städten. Im Hinblick auf den Immobilienmarkt spielen beide in einer anderen Liga als der Rest der Bundesrepublik. Die Preise für Wohnimmobilien sind insbesondere in Städten wie Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, München, Frankfurt und Düsseldorf innerhalb weniger Jahre so stark angestiegen, dass hier vor einer „erhöhten Preisdynamik“ von der Bundesbank gewarnt wird.

Gemäß den Schätzergebnissen aus dem vergangenen Jahr beträgt die Preisübertreibung in den genannten Städten zwischen 15 und 30 %. Doch die Nachfrage bleibt weiterhin ungebrochen, selbst wenn durch die Fachleute die Immobilienpreise für deutlich überhöht bezeichnen.

Von der Commerzbank wurde errechnet, dass die Wohnimmobilien unter Berücksichtigung der verschiedenen volkswirtschaftlichen Parameter rund 10 % zu teuer sind. Von den Experten wird jedoch weiterhin mit steigenden Immobilienpreisen in den kommenden Jahren gerechnet. Nur steigende Zinsen können laut Fachleuten diese boomende Entwicklung  wieder einbremsen. Doch damit ist vorerst nicht zu rechnen, die europäische Zentralbank pumpt weiter Geld in die Märkte und macht die Investitionen in Immobilien weiterhin attraktiv. Unabhängig von der Inflation, können hier Preissteigerungen wie bspw. Mietpreise dem allgemeinen Preisniveau angepasst werden.

Die Renditen bleiben auf der Strecke

Aufgrund der Preise in den Top-Lagen ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Investoren in die sogenannten B- und C-Lagen abwandern, also in die Nicht-top-Lagen. Solche Alternativen bilden bspw. Hannover, Essen oder Offenbach – aber diese Städte stellen wiederum ganz besondere Anforderungen an die Investoren.

In großen Teilen Hamburgs beispielsweise sind die Miet- und Immobilienpreise so rasant angestiegen, dass es den Investoren nur schwer möglich ist, durch Vermietung in einer angemessenen Zeit den Kaufpreis wieder einzuspielen. So werden bspw. in den Top-Lagen nur Renditen von rund 3 % eingespielt und zudem steigt das Risiko, dass die Entwicklung der Mieten hinter der des Kaufpreises zurückbleibt oder gar ins Stocken kommt. 

Die Folgen für Immobilieninvestoren könnten weniger Cashflow und ein späteres Amortisieren der Immobilieninvestitionen sein.

Newsletter mit Nachrichten, Infos und Aktionen rund um Haus und Wohnung.

Wir nehmen Datenschutz ernst. Alle Erklärungen und Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Beliebte Beiträge

Rechtstipp: Galerie ist Wohnfläche, wenn es im Mietvertrag steht

Ein Galeriegeschoss ist Teil der Wohnfläche, auch wenn diese Räume aufgrund bauordnungsrechtlicher Vorgaben keine Aufenthaltsräume sind. Dies gilt zumindest, wenn diese Räume...

Versteckte Mehrkosten im Bauvertrag

Bei Formulierungen wie "Erdarbeiten bauseits" im Bauvertrag sollten Käufer von Schlüsselfertighäusern wachsam sein.Denn was auf den ersten Blick nach einer Leistung des...

Ohne Vermieter-Genehmigung keine Weihnachtsdeko im Vorgarten

Mieter haben bei der Weihnachtsdekoration große Gestaltungsfreiheit, aber es gibt auch Grenzen. So ist die äußerliche Gestaltung des Wohnhauses, etwa mit einer...

Garten für die kalte Jahreszeit vorbereiten – Aufräumen im Herbst

- von Katja Fischer -  Wenn das Laub fällt und die ersten Nachtfröste den Winter ankündigen, ist es höchste Zeit, den Garten...

Entwicklung des Immobilienmarkts in der Corona-Krise

Das Coronavirus legt weltweit die Gesellschaft lahm, mit immensen Auswirkungen auf die Wirtschaft. Auch die Immobilienwirtschaft bleibt nicht verschont: Unternehmen schließen, das...

Mietrecht: Übergang des Mieters

- von  Karl Lohmann-  Mit dem Tod des Mieters endet das Mietverhältnis nicht automatisch. Dann treten Familienangehörige in das Mietverhältnis ein, oder...

Küche: Tipps für Planung und Gestaltung der persönlichen Traumküche

Damit sich eine neue Einbauküche auch wirklich passgenau in einen Raum integrieren lässt und alle Elemente perfekt aufeinander abgestimmt sind, erfordert das eine individuelle...

Verwalter muss Mietern Anschrift des Vermieters mitteilen

Mieter können vom Haus- oder Wohnungsverwalter die Herausgabe der vollständigen Adresse ihres Vermieters verlangen. Das hat das Amtsgericht Hamburg entschieden (AZ: 15A...