Garten: Frost schadet Hyazinthen vor allem in Kübeln

Hyazinthe

In Töpfen und Kübeln können extrem niedrige Temperaturen der Hyazinthe gefährlich werden. Die Kälte greift die Pflanze dann von allen Seiten an.

– von Karl Lohmann – Sobald der harte Winter sich verabschiedet, werden die ersten Spitzen der Hyazinthe mit aller Macht ans Licht drängen. Die Zwiebelblume Hyazinthe zählt zu den ersten Schönheiten im Frühjahr, die sich in voller Blüte zeigt. Die Kälte des Winters schadet ihr normalerweise nicht. Bei starkem Frost können Hyazinthen allerdings Schaden nehmen, warnt das Internationale Blumenzwiebel-Centrum.

Vor allem in Kübeln können extrem niedrige Temperaturen für die Pflanzen gefährlich werden. Die Kälte greift die Pflanze von allen Seiten an. Deshalb sollte man die Töpfe zeitweise an einen frostfreien Platz stellen oder sie mit einer schützenden Folie umwickeln, raten die Experten.

Von März bis April erblühen die Hyazinthen dann mit ihren vielen kleinen Blüten in einem schier unendlichen Farbenspektrum. Die Blume aus der Gattung der Spargelgewächse mag Sonne, gedeiht aber auch an halbschattigen Plätzen gut.

Mitte des 18. Jahrhunderts herrschte laut Blumenzwiebel-Zentrum eine regelrechte „Hyazinthenmanie“: Madame Pompadour – die Geliebte des französischen Königs Ludwig XV. – hatte damals angeordnet, die Gärten von Versailles mit holländischen Hyazinthen zu verschönern. Wer etwas auf sich hielt, holte die Frühlingsblume in den eigenen Garten.

Nicht nur die Hyazinthe, auch andere Kübelpflanzen sind empfindlich – trotzdem sind die Klimabedingungen in den meisten Winterquartieren für die Pflanzen nicht optimal und sie sollten dort so kurz wie möglich untergestellt sein. Fuchsien, Geranien, Knollenbegonien, Schönmalven, Trompetenbaum und alle Zitrus-Arten sind betroffen – sie müssen schon bei Temperaturen von weniger als zehn Grad geschützt werden

dapd/plu/K2200/syb/kal
Fotohinweis: Illusive Photography / Hyacinth Original / CC BY 2.0