Garten: Gehölze und Kräuter durch Absenker vermehren

Veitshöchheim (dapd). Durch Absenker lassen sich Gehölze und Kräuter mit wenig Aufwand vermehren. Diese Methode eignet sich vor allem, wenn sich die Pflanzen nicht allzu stark vermehren sollen, teilt die Bayerische Gartenakademie mit. Bei dem Verfahren wird der Pflanzenspross in eine Erdfurche gebogen, dort festgesteckt und nur soweit mit Erde bedeckt, dass das Sprossende herausschaut.

Am besten verwendet man Pflanzen mit langen und flexiblen Trieben, die bis zum Boden reichen: Kletterpflanzen und Küchenkräuter wie Lorbeer, Rosmarin, Salbei und Thymian, aber auch viele Gehölze wie Buchs, Liguster, Korkspindel und Ilex.

So geht’s:

– Zunächst lockert man den Boden um den Strauch auf. Dann sucht man mehrere niedrig wachsende Triebe aus, die gesund, weich und nicht zu stark verholzt sind. Blätter und Seitentriebe werden, außer an der Triebspitze, entfernt.

– Anschließend hebt man eine etwa zehn Zentimeter tiefe Furche aus und legt den Trieb hinein. Bei Clematis sollte man die Rinde an der Unterseite des Triebes anritzen, da sie dann schneller Wurzeln bildet.

– Den Pflanzentrieb biegt man an der Wunde nach oben und steckt ihn mit einem gebogenen Draht in der Erde fest. Die aus der Erde ragende Triebspitze wird senkrecht an einem Stab fixiert.

– Die Furche schüttet man mit lockerer, humoser Erde auf und drückt sie leicht an. Innerhalb von zwei bis drei Monaten bilden sich dann Wurzeln.

– Hat der Steckling gewurzelt, trennt man ihn von der Mutterpflanze und pflanzt ihn in lockere Erde. Bei manchen Pflanzen kann es bis in den Frühling dauern, bis die ersten Wurzeln sprießen.

dapd/T2012072700528/ebe/syb