Studie: Service in deutschen Baumärkten lässt zu wünschen übrig

Berlin (ddp). Der Service in Deutschlands Baumärkten lässt einer Studie zufolge stark zu wünschen übrig. «Die Qualität ist lediglich befriedigend», sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität, Bianca Möller, der Zeitung «Die Welt» (Samstagausgabe). In der Studie des Instituts werde vor allem die mangelnde Kompetenz der Mitarbeiter kritisiert. «Fast jede zweite Beratung war unvollständig oder schlichtweg falsch», sagte Möller. In mehr als einem Viertel der Fälle seien Kunden nicht mal auf die Gefahren bei der Selbstmontage einer Starkstromleitung hingewiesen worden. Dabei könne das zu lebensgefährlichen Situationen führen.

Kritisiert werde zudem die Verfügbarkeit von Mitarbeitern. «In den meisten Baumärkten gibt es zu wenig Personal», sagte Möller. In etlichen Fällen hätten die Prüfer am Beratungsstand länger als fünf Minuten auf einen Ansprechpartner warten müssen. Als durchweg gut hätten die Prüfer dagegen das Marktsortiment und die angebotenen Zusatzleistungen wie zum Beispiel den Holzzuschnitt oder die Möglichkeit, Farben zu mischen, beurteilt.

Getestet wurden neun bekannte Baumarktketten. Gesamtsieger der vom Fernsehsender n-tv in Auftrag gegebenen Studie wurde mit weitem Abstand der Hagebaumarkt. Die 100 Testkäufer hätten dort die individuelle Beratung, die kurzen Wartezeiten an der Kasse und die schnelle Reaktion auf Beschwerden gelobt, hieß es. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Hellweg und Globus Baumarkt. Besonders schlecht schnitten die großen Anbieter Bauhaus, Hornbach und Obi ab.

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