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Hausgeld für Eigentumswohnungen ist höher als Mietnebenkosten

Hausgeld für Eigentumswohnungen ist höher als Mietnebenkosten

Bonn (ddp.djn). Käufer von Eigentumswohnungen sollten auf die Nebenkosten achten. Das sogenannte Hausgeld ist deutlich höher als die Nebenkosten für Mieter, aber das wird in den Werbeaussagen oft verschwiegen, wie der Verbraucherschutzverein «wohnen im eigentum» informiert. Zu den «umlagefähigen Betriebskosten» kommen für Wohnungseigentümer noch Kosten für die Verwaltung, mögliche Nebenkosten für die Verwaltung wie außerordentliche Verwalterleistungen, Aufwandsentschädigungen für die Beiräte, Haftpflichtversicherung für die Beiräte, Anwalts- und Gerichtskosten sowie eine Instandhaltungsrücklage hinzu. Der Verein warnt davor, diese Kosten «schön zu rechnen».

Interessenten sollten sich vor dem Kauf einer älteren Eigentumswohnung die Jahresabrechnungen mehrerer Jahre, die Wirtschaftspläne und auch die Beschlusssammlung der Eigentümerversammlung zeigen lassen. Auf diese Weise erfahren sie, ob Modernisierungen oder bauliche Veränderungen beschlossen wurden, die sie eventuell mit bezahlen müssen. Stehen solche Sonderumlagen an, sollten sie schon bei der Wohnungsfinanzierung berücksichtigt werden.

Um weiteren möglichen Instandsetzungsbedarf und die dann fälligen Sanierungskosten bei älteren Eigentumswohnungen abschätzen zu können, sollten Kaufinteressenten nicht nur die Wohnung, sondern auch das Gemeinschaftseigentum genau unter die Lupe nehmen. Sinnvoll ist es, sich dabei von einem Bauberater begleiten zu lassen. Im nächsten Schritt ist zu prüfen, ob die Instandhaltungsrücklage, gewissermaßen das Sparbuch der Gemeinschaft, ausreichend gedeckt ist, um daraus Reparaturen oder Sanierungen bezahlen zu können.

Ebenfalls genau ansehen sollten sich potenzielle Käufer die Teilungserklärung bzw. die Gemeinschaftsordnung. In ihr ist festgelegt, wie die für die Gemeinschaft anfallenden Kosten verteilt werden, ob nach Miteigentumsanteilen, nach Verbrauch oder nach Wohnungen.

(ddp)

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