Start Immobilie & Finanzierung Lohnt sich Teilverkauf einer Immobilie?

Lohnt sich Teilverkauf einer Immobilie?

Der Teilverkauf seiner Immobilie ist ein neues Geschäftsmodell, das für ältere Eigentümer eine Alternative zu einem Kredit oder einer Hypothek ist. Der Teilkauf ist mit vielen Vor- und Nachteilen verbunden und es gibt Zielgruppen, die sich von dieser Art der Immobilienveräußerung angesprochen fühlen.

Die Frage stellt sich, für wen ist der Teilverkauf seiner Immobilie attraktiv und für wen lohnt er sich besonders?

Wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Bei einem Teilverkauf verkaufen Immobilienbesitzer einen Teil ihrer Immobilie an den Teilkäufer. Üblich sind Anteile von 10 bis 50 Prozent, die veräußert werden. Dadurch kommen Teilverkäufer sofort zu größeren Geldsummen und behalten als Nießbrauch ein lebenslanges Wohnrecht in ihrer Immobilie. Dafür müssen sie dem Teilkäufer ein regelmäßiges Nutzungsentgelt zahlen, was im Endeffekt einer Miete gleichkommt. Das Nießbrauchrecht wird ins Grundbuch eingetragen und die Wertermittlung der Immobilie findet über einen unabhängigen Gutachter statt.

Berechnen Sie Ihre Sofortauszahlung sowie das monatlich zu zahlende Nutzungsendgeld, bevor Sie Ihre Immobilie veräußern.

Voraussetzungen für den Teilkauf sind beispielsweise:

  • Mindestalter (55 Jahre)
  • Marktwert der Immobilie (mindestens 200.000 EUR)
  • Lastenfreiheit

Welche Zielgruppen werden angesprochen?

Der Teilverkauf richtet sich an ältere Menschen, die einen ruhigen und sicheren Lebensabend in ihrem Haus ohne finanzielle Nöte genießen oder sich bestimmte Träume erfüllen möchten, für die das Geld nicht reicht. Dies kann ein Traumurlaub auf den Malediven sein, eine Kreuzfahrt in exotische Länder, die Einrichtung eines Heimkinos oder der Kauf eines neuen Autos.

Die Vorteile des Teilverkaufs

Attraktiv am Teilverkauf ist zunächst, dass es möglich ist, in kurzer Zeit größere Mengen an Liquidität abzuschöpfen, ohne sich zu verschulden, und zugleich das dauerhafte Wohnrecht im Haus zu behalten. Man bleibt Eigentümer seiner Immobilie, profitiert weiterhin von möglichen Wertsteigerungen und darf unter der Voraussetzung, im Vertrag wurde nichts anderes vereinbart, seine Immobilie vermieten. Sogar eine Rückabwicklung des Geschäfts bleibt möglich, wobei hierzu die Modalitäten des Vertrags zu studieren sind.

Die Nachteile des Teilverkaufs

Die an den Teilkäufer zu entrichtende regelmäßige Nutzungsgebühr stellt eine dauerhafte Bürde dar. Sie entspricht pro Jahr etwa 3 bis 4 Prozent des Gesamtwerts der Immobilie. Hinzu kommt, dass man sich weiterhin um alle anstehenden Reparaturen, Instandhaltungen und Sanierungsmaßnahmen kümmern und diese vollständig bezahlen muss. Der neue Miteigentümer ist außerdem von einer Beteiligungspflicht an den Hausversicherungen sowie von den Zahlungen der Grundsteuer ausgenommen.

Kommt es zu einem Verkauf, werden hohe Gebühren von rund 5 Prozent fällig, die nicht die einzigen Gebühren sind, mit denen der Teilverkäufer im Rahmen des Geschäfts rechnen muss. Bereits die Abwicklung des Vertrags kann sich der Teilkäufer mit einem Durchführungsentgelt berechnen lassen. Allerdings gibt es auch Anbieter wie die Deutsche Teilkauf, die auf eine Abwicklungsgebühr verzichten.

Auch für Erben und Erbengemeinschaften ergeben sich spannende Möglichkeiten.

Fazit: Das Geschäftsmodell spricht Zielgruppen an

Senioren, die keine Kinder oder Enkel haben, denen sie die Immobilie testamentarisch übertragen können, verfügen mit dem Teilverkauf der Immobilie über eine zuverlässige Methode, schnell an Geld zu kommen und zugleich den Rest ihres Lebens in ihrem Haus bleiben zu dürfen.

Ein weiterer Hinweis auf ein lohnendes Geschäft sind geringe finanzielle Mittel abgesehen von dem Besitz einer wertvollen Immobilie, die sich auf diese Weise bequem zu Geld machen lässt. Eigentümer sollten wissen, dass sie anders als bei einem Baukredit einen Teil ihrer Nutzungsrechte an der Immobilie verlieren, was sich bemerkbar machen wird, wenn sie ihre Immobilie ganz verkaufen.

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